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Eichenau:Schulanbau bekommt Fassade aus Holz

Für den geplanten Anbau an die Starzelbachschule in Eichenau wird es ein Lärmschutzkonzept geben. Nach Anwohnerprotesten gegen die Erweiterung um eine Mittagsbetreuung mit eigener Küche hat das Planenungsbüro Sturm Peter und Peter nun einen neuen Fassadenentwurf vorgelegt. Danach stehen sowohl eine Variante in Metall als auch eine Verkleidung mit Holz zur Debatte. "Holz spricht das Gemüt an", führte Architekt Christian Peter aus, machte aber darauf aufmerksam, dass "ein anderer Eindruck entstehen" werde. Peter meint damit die Veränderung der Oberfläche über die Jahre durch die Verwitterung. Die von Peter vorgestellten Metallpaneele wären in warmen Brauntönen gestrichen. Claus Guttenthaler, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, befürchtet, es könne der "Eindruck einer alten Feldscheune" entstehen, auch Gertrud Merkert (SPD) schreckt verwittertes Holz ab. In der Grünen-Fraktion zeigte sich Marion Behr hingegen angetan, während Thomas Barenthin sich an Skandinavien erinnerte und das berühmte Falun-Rot als Anstrich vorschlug. Christian Peter stimmte der Meinung zu, dass niemand etwas gegen Holz habe, gegen den Alterungsprozess aber schon. Die Holzbretter sollen so angebracht werden, dass sie Lärm schluckten, was einen entsprechenden Unterbau auf der Wand erfordere. Da der Preisunterschied zu Metall zu vernachlässigen ist, beschloss der Gemeinderat mit 18 gegen sechs Stimmen die Holzfassade für den Anbau, mit dessen Errichtung noch nicht begonnen worden ist.

© SZ vom 26.06.2020 / ecs

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