Für den Pfefferminzanbau ist der Moorboden im Allinger Moos bestens geeignet. Das wusste schon Adolf Pfaffinger. Am Ende des Ersten Weltkriegs brachte der technische Direktor des Königlich Bayerischen Postministeriums, der damals in der Allinger Siedlung lebte, aus dem Versuchsgarten der Bayerischen Landesanstalt für Pflanzenbau und Landesschutz bei Freising einen Rucksack voller Wurzeln der Mitcham-Minze mit. Damit begann die Pfefferminz-Ära in Eichenau, die sechs Jahrzehnte dauern sollte. In Erinnerung daran schuften derzeit etwa zwei Dutzend Mitglieder des Eichenauer Fördervereins Pfefferminzmuseum auf einem etwa 2300 Quadratmeter großen Feld, um Minze zu ernten.
Ernte in EichenauKnochenarbeit fürs Pfefferminzmuseum
Lesezeit: 4 Min.

Pfefferminzblätter für Tee sammelt Helferin Rosmari Suckfüll auf einem etwa 2300 Quadratmeter großen Feld.
Jana IslingerIn Erinnerung an die erfolgreiche Pfefferminz-Ära in Eichenau ernten Mitglieder des Museum-Fördervereins zweimal im Jahr Teeblätter mit der Hand. Allerdings geht der Ertrag seit einigen Jahren zurück. Das hat auch mit dem Klimawandel zu tun.
Von Manfred Amann, Eichenau
