Eichenau Ein klarer Schnitt

Der Plan für den Anbau an Starzelbachschule wird nach Anwohnerprotesten geändert

Von Erich C. Setzwein, Eichenau

Unter besonderer Beobachtung stand der Eichenauer Gemeinderat am Dienstagabend, als über den Neubau an der Starzelbachschule und den dazu nötigen Bebauungsplan debattiert und abgestimmt wurde. Anlieger aus der Parkstraße, in der sich die Schule befindet, waren zahlreich gekommen, um sich nach dem vor Kurzem stattgefundenen Gespräch mit Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderäten davon zu überzeugen, dass und wie ihre Einwände behandelt werden. Die Zuschauer im Sitzungssaal erlebten mit, wie sich vor allem die Grünen-Fraktion für fast alle Argumente der Parkstraßenbewohner einsetzte und schließlich die Pläne für den Anbau mit Hort, Mittagsbetreuung und einer Küche ablehnte. Die Mehrheit stimmte für den Bebauungsplanentwurf, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Betrieb der offenen Ganztagsschule zu schaffen.

Insgesamt 70 Themenbereiche hatte die Verwaltung in den vergangenen Wochen aus den vielen Einwendungen gegen den Bebauungsplan in einer Vorlage gebündelt und jede mit einem Abwägungsvorschlag versehen. Die Nachbarn hatten Argumente gegen den Schulanbau an sich vorgebracht, sich gegen den Küchentrakt ausgesprochen und die Verkehrssicherheit bemängelt.

Die Einwände gegen den vom Büro SPP Architekten und Ingenieure geplanten Anbau für die Mittagsbetreuung nahmen sich die Architekten zu Herzen. "Wir sind für die Diskussion dankbar", sagte Architekt Christian Peter, die Planung sei nun verbessert worden. So hatten sich die Anwohner über die Wandhöhe des Anbaus beschwert. Peter "schnitt" in seiner Planung nun im ersten Stock ein Stück weg, so dass das nun nach hinten gesetzte erste Stockwerk den Bau gefälliger erscheinen lässt. Außerdem dürfte sich die Verschattung kaum mehr auf die gegenüberliegenden Gebäude auswirken, wie Peter in einer Simulation zeigte. Viele weitere Einwände aus der Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplan führten zu wesentlichen Änderungen von Straße und Gehweg. So soll eine Parkbucht aufgelöst und der Gehweg dadurch von 1,6 Meter auf drei Meter verbreitert werden. Um die Sicherheit der Schüler dort zu verbessern, sollen am Straßenrand auch noch Bäume als Abstand gepflanzt werden. Der Bebauungsplanentwurf wird zwischen dem 11. März und dem 12. April erneut öffentlich ausgelegt und an die Behörden für eine Stellungnahme geschickt.

Ohne Beschluss blieb eine kurze Diskussion über eine mögliche Einbahnregelung der Parkstraße, die Grünen-Gemeinderätin Marion Behr angestoßen hatte. Peter Zeiler (CSU) unterstützte den Vorschlag und plädierte dafür, die Änderung ein Jahr lang auszuprobieren. Zweite Bürgermeisterin Gabriele Riehl (SPD) und ihr Fraktionskollege Andreas Knipping widersprachen den Argumenten, die Geschwindigkeit in einer Einbahnstraße könnte geringer werden.