Eichenau:Münster bleibt Bürgermeister

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Eichenau: Der unterlegene Herausforderer Markus Hausberger (links) stößt nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit Wahlsieger Peter Münster an.

Der unterlegene Herausforderer Markus Hausberger (links) stößt nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit Wahlsieger Peter Münster an.

(Foto: Günther Reger)

FDP-Kandidat Peter Münster gewinnt die Stichwahl und wird eine zweite Amtszeit antreten.

Die Eichenauerinnen und Eichenauer schenken Bürgermeister Peter Münster (FDP) das Vertrauen für eine zweite Amtszeit. Der 56-Jährige hat sich in einer Stichwahl am Sonntag deutlich gegen seinen Herausforderer durchgesetzt, den 44-jährigen Gemeinderat Markus Hausberger von den Grünen. Laut vorläufigem Ergebnis erhielt Münster 2853 Stimmen, das entspricht einem Anteil von 63,81 Prozent, während auf Hausberger 1618 Stimmen vielen, also 36,19 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 47,84 Prozent erwartungsgemäß unter den 54,11 Prozent des ersten Wahlgangs.

Im ersten Durchgang vor zwei Wochen verpasste Münster es nur knapp, die Wahl direkt für sich zu entscheiden. Er kam auf 49,63 Prozent der Stimmen, in der Zahl 2520. Weil ihm 0,37 Prozent für die absolute Mehrheit fehlten, musste er sich am Sonntag in der Stichwahl dem zweitplatzierten Hausberger stellen. Der Grüne erhielt bei der ursprünglichen Wahl am 26. Juni 28,38 Prozent der Stimmen. Der drittplatzierte Kandidat Peter Zeiler von der CSU schied mit 22 Prozent aus.

Dass nicht einmal die Hälfte der Stimmberechtigten in Eichenau überhaupt gewählt haben, enttäuscht beide Kandidaten. Sowohl Münster als auch Hausberger hatten sich in den zwei Wochen zwischen den beiden Wahlgängen darauf konzentriert, Nichtwähler vom Urnengang zu überzeugen.

Der im Amt bestätigte Peter Münster zeigte sich kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses glücklich, aber auch ein wenig überrascht über die klare Stimmverteilung. "In der Stichwahl hat der Herausforderer traditionell ja das größere Mobilisierungspotenzial." Er verstehe die Eindeutigkeit, mit der sie ihn wiedergewählt haben, als Ausdruck des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in sein Programm und als Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit.

Der unterlegene Markus Hausberger sieht im Ausgang der Stichwahl seinerseits einen Erfolg. Er sei immerhin zum ersten Mal angetreten und es sei bisher noch keinem Herausforderer gelungen, einen amtierenden Eichenauer Bürgermeister in die Stichwahl zu zwingen. "Ich bin nicht glücklich, aber zufrieden", fasst er am Wahlabend zusammen. Nun wolle er sich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen seiner Fraktion drauf konzentrieren, ihre Standpunkte weiter im Gemeinderat zu vertreten. "Nach der Wahl ist vor der Wahl."

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