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Eichenau:Antrag gegen Bus wird behandelt

Gemeinderat Eichenau setzt sich mit Anliegerwünschen auseinander

Von Erich C. Setzwein, Eichenau

Mit dem Bürgerantrag zur geplanten Buslinie 862 durch die Allinger Straße wird sich der Gemeinderat Eichenau in seiner nächsten Sitzung befassen. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend gegen eine Stimme beschlossen. Voraussichtlich in der Sitzung am Dienstag, 6. Oktober, will sich das Gremium eingehend mit den Einwänden befassen, die die Anwohner der Allinger Straße vorbringen. Denn in ihrer Straße soll von Dezember kommenden Jahres an der neue Bus 862 fahren, der von Fürstenfeldbruck über Emmering kommend Eichenau mit Puchheim-Bahnhof verbinden soll. Geplant wird die Linie vom Landkreis.

Bürgermeister Peter Münster (FDP) wog den Antrag sehr differenziert ab. Da er Bürgeranträge, die mindestens ein Prozent der Eichenauer Wahlberechtigten unterstützen müssen, mit Anträgen aus der Bürgerversammlung vergleicht und ihnen das gleiche Gewicht zumisst, war der rechtliche Rahmen eng gesteckt. Münster billigte aber den Unterzeichnern zu, dass es sich im weitesten Sinne um ein gemeindliches Thema handele und nicht ausschließlich eines des Landkreises. Immerhin muss der Gemeinderat bis Ende Oktober eine Stellungnahme zu der Buslinie abgeben. Münster schlug dem Gemeinderat vor, den Bürgerantrag deshalb zu behandeln. Er wurde ohne weitere Diskussion bei einer Gegenstimme angenommen.

Die Argumente der Anlieger sind die gleichen, die einige von ihnen bei der extra angesetzten Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche vorgebracht hatten. Der Antrag zielt darauf ab, die Linie 862 nicht durch die Allinger Straße zu führen, weil dies eine "Wohnstraße" sei und Kinder und ältere Menschen durch die Busse gefährdet würden. Auch wirtschaftliche Gründe wurden gegen den Bus, der den Eichenauer Westen besser für den öffentlichen Personennahverkehr erschließen soll, angeführt.

© SZ vom 17.09.2020

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