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Corona-Lockerung:Museum darf wieder öffnen

Zu sehen ist die Ausstellung zu Frauen an der Akademie.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Von Dienstag an gibt es in Fürstenfeldbruck wieder Kunst und Kultur

Von Florian J. Haamann, Fürstenfeldbruck

"Wir stauben jetzt unsere Vitrinen ab, und dann geht's los", sagt Barbara Kink vom Team des Museums Fürstenfeldbruck. "Das ging jetzt wahnsinnig hopplahopp, wir sind überrascht, aber sehr freudig überrascht. Damit, dass es so schnell geht, hätten wir nicht gerechnet, unsere Hoffnung war eher Ostern." Am Freitagmittag hat die Stadt Fürstenfeldbruck als Trägerin des Museums entschieden, dass man die vom Bund beschlossenen Lockerungsmöglichkeiten nutzt und in der kommenden Woche öffnet - sofern die Inzidenz unter 100 bleibt. Da das Museum montags Ruhetag hat, geht es am Dienstag, 9. März, um 13 Uhr los.

Da die Inzidenz aktuell über 50 liegt, müssen sich die Besucher vorab beim Museum anmelden, am besten per E-Mail, aber auch das Telefon ist besetzt. Um die Regeln reibungslos umsetzen zu können, ist jeder Besuch auf eines der Stockwerke und auf eine Stunde beschränkt. Pro 20 Quadratmetern ist ein Besucher erlaubt. "Wir wissen noch nicht ganz genau, wie wir es machen, man wird da ja immer ein bisschen alleine gelassen. Aber wir sind ja nicht das Moma oder der Louvre, ich schätze wir kriegen das rechtzeitig hin", sagt Kink. Sollte das Interesse der Besucher zu groß werden, könne sie sich auch verlängerte Öffnungszeiten vorstellen.

Seit dem 2. November ist das Brucker Museum im Lockdown. Das heißt auch, dass die Sonderausstellung "Frau darf... 100 Jahre Künstlerinnen an der Akademie", deren Eröffnung für den 20. November geplant war, bisher noch nicht besucht werden konnte. "Das Interesse an der Ausstellung ist groß, ich gehe davon aus, dass wir da die meisten Besucher haben werden", schätzt Kink. Das lasse auch das Interesse am Katalog vermuten, den das Museums bereits 150 Mal verkaufen konnte - eine überdurchschnittliche Zahl. Doch die Besucher dürfen sich nicht nur auf die Sonderausstellung freuen, sondern auch auf die anderen Abteilungen des Museums. Zugänglich sind die Themenbereiche "Kloster Fürstenfeld", "Leben in Bruck" sowie "Kelten, Römer, Bajuwaren".

Während des Lockdowns haben Kink und das Museumsteam bereits an der nächsten Ausstellung gearbeitet. Sie soll sich mit dem Thema "Hell und Dunkel" beschäftigen und im ans Museum angrenzenden Kunsthaus zu sehen sein. Auch die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Museums laufen bereits.

Museum Fürstenfeldbruck, geöffnet dienstags bis samstags, 13 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr. Anmeldung an museum@fuerstenfeldbruck.de oder unter 08141/61 130

© SZ vom 06.03.2021
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