Corona-Impfung:Impfzentrum mit weniger Angebot

Corona-Impfung: Das Impfzentrum in Fürstenfeldbruck bleibt zwar, reduziert aber seine Kapazitäten.

Das Impfzentrum in Fürstenfeldbruck bleibt zwar, reduziert aber seine Kapazitäten.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Arztpraxen fällt größere Rolle im Kampf gegen Corona zu

Von Christian Hufnagel, Fürstenfeldbruck

Zum Ende September wird das Impfzentrum in Fürstenfeldbruck seine Ausrichtung ändern, die Kapazität reduzieren und seinen Schwerpunkt auf mobiles Impfen legen, was den Vorgaben der bayerischen Staatsregierung entspricht. An gesonderten Tagen werde aber auch noch eine Impfung vor Ort möglich sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Das BRK wird kommissarisch wohl bis 15. Oktober das Impfzentrum betreiben, bis das Landratsamt über die Neuvergabe im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung entschieden hat. Die bayerische Staatsregierung setzt die bundesweite Vorgabe im Kampf gegen die Corona-Pandemie um. Das Impfzentrum in der Industriestraße in Fürstenfeldbruck wird dabei von 1. Oktober an nicht mehr wie bisher die erste Anlaufstelle für Impfwillige sein.

Dann werden Impfangebote bei den niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten den Vorrang gegenüber einer Immunisierung im Impfzentrum haben. Diese modifizierte Impfstrategie sieht eine Abkehr von einem stationären Impfangebot hin zu Impfungen bei Ärzten sowie über mobile Teams vor. Die Kapazität des Impfzentrums wird auf zunächst 200 Impfungen pro Tag reduziert. Bis zum 30. September sind weiterhin Erst- und Zweitimpfungen sowie eventuelle Boosterimpfungen im Impfzentrum von 8 bis 20 Uhr ohne Termin möglich. Das gilt auch für Schwangere sowie Kinder ab zwölf Jahren. Es könne aber zu längeren Wartezeiten kommen, heißt es in der Pressemitteilung des BRK.

Gleichwohl gibt es eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern, die nach dem 1. Oktober ihre Zweitimpfung erhalten sollen. Damit dies auch möglich bleibt, wird das BRK in Abstimmung mit dem Landratsamt den Betrieb des Impfzentrums sicherstellen, bis die Entscheidung über die europaweite Ausschreibung für mobile Impfteams getroffen wurde. Geplant ist, das Impfzentrum mit mobilen Impfteams und einer wöchentlichen stationären Impfsprechstunde fortzuführen. Bei Bedarf könne innerhalb weniger Wochen wieder zu einem vollen stationären Impfbetrieb zurückgekehrt werden, wenn es die Pandemielage erfordere, so das BRK. "Wir freuen uns, dass wir die Leitung des Impfzentrums erst mal kommissarisch bis zu einer endgültigen Entscheidung übernehmen können", sagt Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK in Fürstenfeldbruck. "So können wir eine kontinuierliche Impfstrategie sicherstellen." Die neue Impfstrategie sieht vor allem mobiles Impfen vor.

Das Team des Impfzentrums wird in reduzierter Personalstärke vor allem vulnerable Gruppen in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung sowie für Impfungen an Schulen und Asylbewerbereinrichtungen vornehmen. Das Impfzentrum plant, von Oktober an noch zu folgenden Zeiten geöffnet zu haben: Dienstag von 7 bis 15, Mittwoch von 13 bis 20, Donnerstag von 8 bis 15 Uhr.

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