Gemeinsam genutzte FahrzeugeCarsharing für Fürstenfeldbruck

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Ein Kombi und ein Kleintransporter auf für sie reservierten Stellplätzen am Fürstenfeldbrucker S-Bahnhof.
Ein Kombi und ein Kleintransporter auf für sie reservierten Stellplätzen am Fürstenfeldbrucker S-Bahnhof.
Alexander Leiderer

Mit zunächst zehn Autos will die Stadt etwas fürs Klima tun und den Parkdruck reduzieren. Wo die teils elektrisch betriebenen Fahrzeuge – vom Kleinwagen bis zum Kleintransporter – stehen und was sie kosten.

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

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Autos stehen durchschnittlich 23 Stunden am Tag nur herum und kosten auch dann Geld in Form von Fixkosten für Steuer und Versicherung, Wertverlust sowie Gebühren beispielsweise für die Nutzung einer Tiefgarage. Fürstenfeldbruck steuert mit der Einführung von Carsharing nun mit zunächst zehn Fahrzeugen eines privaten Anbieters dagegen. Nach der obligatorischen einmaligen Anmeldung fallen Kosten nur dann an, wenn man mit einem dieser Autos – vom Kleinwagen bis hin zum Transporter - auch unterwegs ist.

Die Stadt will damit Anreize für eine umweltfreundliche Mobilität setzen. Manche Familie, so die Hoffnung, könnte zumindest auf Zweit- oder Drittwagen verzichten und dann, wenn mal kein Auto vor der Haustür steht, öfter gleich auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Es sei eine flexible Alternative für Ausflüge oder Großeinkäufe, trage zur Verringerung des Parkdrucks bei und stärke den Umweltverbund aus Bus, Bahn und Fahrrad, heißt es denn auch in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) sieht in Carsharing „einen zentralen Baustein der nachhaltigen Verkehrswende“.

An den Mobilitätspunkten kann man auf Bus und Bahn umsteigen – oder auf Fahrrad und Lastenrad

Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat das in Schöngeising ansässige Unternehmen Carsharing-Expert, das bislang vor allem Flughafentransfers anbietet, den Zuschlag bekommen. Anfang September wurde der Betrieb aufgenommen. Offizieller Start war in der europäischen Mobilitätswoche Mitte September mit zunächst acht Fahrzeugen an fünf Standorten: am Bahnhof Fürstenfeldbruck, auf dem Parkplatz Dachauer Straße und an der Theodor-Heuss-Straße mit jeweils zwei Autos sowie an der Ecke Rothschwaiger/Richard-Higgins-Straße sowie Am Einfang 29, nahe der Gnadenkirche.

Zwei weitere Fahrzeuge werden im Bereich des Bahnhofs Buchenau von Oktober an zur Verfügung stehen.  Eingesetzt werden Fahrzeuge mit Elektro-, Hybrid-, Benzin- oder Dieselantrieben der Marken Opel und Peugeot. Alle von der Stadt ausgewählten Standorte sind an den ÖPNV angebunden und mit Mobilitätspunkten verknüpft, die zusätzliche Sharing-Angebote wie Lastenräder oder künftig ein Fahrradverleihsystem einbeziehen.

Es werden unterschiedliche Tarife für Gelegenheits- und Vielnutzer (als Mitglied mit einem monatlichen Beitrag) angeboten. Der Preis setzt sich aus Zeit- und Entfernungskomponente zusammen. Beispiel für einen Kleinwagen im Basistarif ohne die zehn Euro monatlicher Grundgebühr:  6,90 Euro pro Stunde, zuzüglich 21 Cent pro Kilometer (74 Euro pro Tag mit 100 Freikilometern, 89 Euro pro Wochenende mit 200 Freikilometern). Details zu Registrierung, Konditionen und Fahrzeugtypen unter www.carsharing.expert.

Das Angebot ergänzt die seit 2023 bestehende private Carsharing-Initiative (www.carsharing-ffb.de).

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