Berufsverkehr Straßen verwandeln sich in Rutschbahnen

Nach den heftigen Schneefällen am Mittwochmorgen verzeichnet die Polizei im Landkreis eine Reihe von Verkehrsunfällen. In Gröbenzell gibt es dabei einen Verletzten

Von Ariane Lindenbach, Fürstenfeldbruck

Schnee und Eisglätte haben am Mittwochvormittag die Verkehrsverhältnisse im Landkreis bestimmt. Vor allem die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck, zuständig für Emmering, die Kreisstadt und den westlichen Landkreis meldete mehrere Unfälle. In Gröbenzell gab es dabei einen Verletzten, ansonsten blieb es bei Sachschäden. Die Freiwillige Feuerwehr Geiselbullach rückte zu zwei Kollisionen auf der A 8 aus, an denen Lastwagen beteiligt waren; auch in diesen Fällen kam niemand zu Schaden.

Insgesamt neun Mal hat es im Einsatzgebiet der Brucker Polizei am Mittwochvormittag gekracht. Dass auf vielen Straßen am Mittwochmorgen streckenweise noch Eis und Schnee lagen, verursacht von einer Kombination aus der Witterung mit starkem Schneefall zusammen mit dem einsetzenden Berufsverkehr, stellte sicherlich etliche Autofahrer vor Herausforderungen. Und dort, wo Fahrbahnen eisglatt waren, konnte man als Autofahrer nur auf einen glimpflichen Ausgang hoffen. So wie zum Beispiel am Engelsberg, wo am Mittwochmorgen kurzzeitig bis zum Eintreffen des Räumfahrzeuges die Straße gesperrt werden musste. Zuvor war der Volvo eines 23-jährigen Fürstenfeldbruckers beim Anfahren ins Rutschen gekommen, nachdem er verkehrsbedingt an einer Steigung hatte anhalten müssen. Wie die Polizei mitteilt, stieß er auf der eisglatten Straße mit einem Mercedes zusammen.

Nicht nur die Straße sind unterm Schnee verborgen, auch die Autos müssen erst einmal ausgebuddelt werden, ehe sie eingesetzt werden können. In der Beislerstraße in Gröbenzell macht eine Frau am Mittwochmorgen ihren Wagen startklar.

(Foto: Voxbrunner Carmen)

Zu weiteren Unfällen im Stadtgebiet kam es am Leonhardsplatz, in der Buchenauer Straße sowie an der laut Polizei "unfallträchtigen Kreuzung" Feuerhausstraße Ecke Stadelberger Straße. Bei allen Unfällen verloren die Fahrer die Kontrolle über ihre Autos, und diese rutschten aufgrund von Schneeglätte auf das vor ihnen fahrende Auto oder in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Auch ein privates Räumfahrzeug wurde Opfer der winterlichen Straßenverhältnisse: Der Traktor mit Schneepflug befuhr die Industriestraße stadteinwärts. Beim Anbremsen in der Rechtskurve, die in den Fuchsbogen mündet, rutschte der Traktor eines 68-jährigen Maisachers auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem entgegenkommenden Wagen eines Fürstenfeldbruckers. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

In Emmering ebenso wie im Olchinger Stadtteil Graßlfing landeten Autofahrer mit ihren Autos im Straßengraben oder in einem Feld. Ebenfalls im Straßengraben landete ein 45-Jähriger aus dem Kreis Aichach-Friedberg. Er rutschte auf der B 2 bei Althegnenberg mit erheblicher Wucht von der Fahrbahn und musste von einem Abschleppwagen herausgezogen werden. Der Unglücksfahrer in Graßlfing indes wollte laut Polizei selbst versuchen, sein Auto wieder auf die Straße zu bekommen. Abgesehen von diesem Vorfall blieb es im Einsatzgebiet der Polizei Olching aber ruhig. Ähnliches teilten die Kollegen aus Germering mit.

Durch die Kollision mit einem Bus ist der Fahrer dieses Autos am Mittwoch verletzt worden.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

In Puchheim und Gröbenzell krachte es zwischen 9.15 und 11.35 Uhr drei Mal. Ein Linienbus auf Leerfahrt fuhr auf ein Auto auf; dessen Fahrer wurde verletzt und kam mit seinem zweijährigen Sohn präventiv in eine Klinik. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 50 000 Euro. Im Polizeibericht heißt es aber jeweils: "Ob der Unfall aufgrund der Witterungs- und Fahrbahnverhältnisse passierte, ist nicht bekannt."