Tag für Tag durchqueren Autotransporter die Gemeinde Emmering mit einem Ziel: das Gelände des ehemaligen Reginawerks. Nun hat das 150 000 Quadratmeter große Gewerbegebiet südlich der Bahnlinie von Pasing nach Buchloe seinen Besitzer gewechselt. Wie der Münchner Projektentwickler GIEAG Immobilien AG am Mittwoch mitteilte, sei das Grundstück verkauft worden. „Wir haben über viele Jahre von diesem Areal profitieren können. Aufgrund strategischer Änderungen beim Mieter haben sich jedoch kurzfristig Gespräche ergeben, die zu einem Verkauf geführt haben“, erläuterte GIEAG-Vorstand Benjamin Johansson in der Mitteilung. Käufer sei ein mittelständisches Unternehmen aus der Automobil- und Logistikbranche. Über den Kaufpreis sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden. Nach SZ-Informationen soll der bisherige Mieter inzwischen der Eigentümer sein.
Bis so ein Grundstücksverkauf abgewickelt ist, vergeht einige Zeit, und so begann der gesamte Ablauf im August. Der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten sei allerdings erst im November erfolgt, und es hätten auch noch abschließende Abwicklungsarbeiten stattgefunden, hieß es aus dem Immobilienunternehmen.
Nadelöhr am Bahnübergang

Emmerings Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) sieht in dem Verkauf „weder Verbesserungen noch Verschlechterungen für die Gemeinde“. Er hätte gern, dass der Lieferverkehr endlich auf anderen Wegen das Gewerbegebiet erreicht. Doch die bereits fertige Planung für eine Unterführung Richtung Eichenau sei wegen der neuen Ausbaupläne der Bahn hinfällig. „Das wird jetzt in die weite Zukunft verschoben“, ärgert sich Floerecke, der bereits im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten hätte beginnen wollen. Diese Durchfahrt unter den Gleisen hätte dann die direkte Verbindung zur Roggensteiner Straße ermöglicht. Floerecke hofft weiter darauf, dass die Südwest-Umfahrung von Olching bald gebaut wird, um die Emmeringer Wohngebiete vom Lkw-Verkehr zu entlasten.

