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Alte Autos im Visier:Auf der Jagd nach Edelmetallen

Diebe flexen in Puchheim Auto-Katalysatoren ab

Das Phänomen der Katalysatorendiebstähle im Landkreis hat nun auch den Zuständigkeitsbereich der Germeringer Polizei erreicht. Am Mittwochabend erstattete ein 37-jähriger Mechaniker aus Puchheim Anzeige. Er hatte ein Kundenfahrzeug im Rahmen von Werkstattarbeiten auf der Hebebühne begutachtet und festgestellt, dass bei dem Wagen der Katalysator abgeflext worden war. Bei der Flexaktion wurden auch der Unterboden sowie diverse Fahrzeugschläuche des mehr als 20 Jahre alten VW Golfs beschädigt. Der dabei verursachte Sachschaden dürfte sich laut Germeringer Polizei auf rund 1000 Euro belaufen. Der Wert des entwendeten Katalysators wird mit rund 150 Euro angegeben. Geparkt war der beschädigte Golf in der Josefstraße in Puchheim.

Der Polizei wurden am Mittwoch noch zwei weitere gleich gelagerte Katalysatorendiebstähle angezeigt; und zwar einmal in der Kennedystraße von einem 72-jährigen Puchheimer, der in der Früh beim Starten seines Fahrzeugs, eines VW-Polos älterer Bauart, feststellte, dass dieser sich anhörte wie ein "Panzer". Der dritte Fall wurde aus der Bahnhofstraße in Eichenau gemeldet, wo eine 32-jährige Frau aus Emmering ihren Golf ebenfalls älterer Bauart mehrere Tage an der S-Bahnstation geparkt hatte. Auch diese Golfbesitzerin fiel beim Starten ihres Fahrzeugs fast aus allen Wolken, da dieser sich plötzlich ungewohnt laut anhörte. Aufgrund eines Hinweises eines Anwohners aus der Kennedystraße lässt sich die Tatzeit für alle drei Fälle auf die Nacht von Dienstag auf den gestrigen Mittwoch eingrenzen. Dieser hatte um 1.37 Uhr ein verdächtiges Geräusch gehört, das sich vermeintlich wie ein Schlagbohrer für einen möglichen Felgenreifendiebstahl angehört hätte.

Die Polizei verweist in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass der keramische Kat-Kern der Katalysatoren, der sogenannte Monolith, mit den Edelmetallen Platin, Palladium und Rhodium beschichtet ist. Diese teuren Stoffe seien das Herz des Abgasreinigers, sie ermöglichten erst die Umwandlung der Giftstoffe in unschädliche Gase. Für die Täter sind daher bevorzugt ältere Fahrzeuge interessant.

© SZ vom 12.03.2021 / ch
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