Süddeutsche Zeitung

Fürstenfeldbruck:Tierischer Besuch im Pflegeheim

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Im Theresianum schauen nach der Wunschbaumaktion bereits zum zweiten Mal Alpakas vorbei.

Von Adriana Wehrens, Fürstenfeldbruck

Auf Wunsch einer Bewohnerin haben Alpakas im Alten- und Pflegeheim Theresianum vorbeigeschaut. Der ungewöhnliche Besuch war Teil der Wunschbaumaktion zur Weihnachtszeit, die es dort seit drei Jahren gibt. Dabei dürfen alle Senioren ihre Wünsche auf Zettel schreiben, diese an den Christbaum hängen und sodann darauf hoffen, dass sie in Erfüllung gehen. Der nun bereits zweite Besuch der Amperland-Alpakas war wieder ein voller Erfolg. Gerade, weil es kurz zuvor noch Corona-Infektionen im Haus gegeben hatte, war die Freude bei allen groß und zeigte sich in ausgiebigen Streicheleinheiten der zwei Tiere mit ihrem flauschigen Fell.

Im Vergleich zu diesem Fall seien die meisten anderen Wünsche bescheidener gewesen, erzählt Anita Beer, die Sprecherin des Theresianums. Außerdem verrät sie, dass in naher Zukunft die Erfüllung eines weiteren Wunschs in Form einer Rikscha-Stadtrundfahrt durch Fürstenfeldbruck geplant ist. Das Gefährt werde zusätzlich verwendet, um weitere Senioren zu einer Drogerie zu fahren, um dort mit Gutscheinen einkaufen zu gehen. Jene seien ebenfalls Teil der Aktion des vergangenen Winters. Neben der Wunschbaumaktion wird aber auch auf anderen Wegen für Unterhaltung bei den Bewohnern gesorgt. Jeden Monat findet ein etwa einstündiger Musik-Nachmittag statt, mit jeweils abwechselnden Künstlern. Dies beruht auf einer Idee der Bürgerstiftung, die seit der Corona-Pandemie ihre Bemühungen intensiviert hat. An diesen Tagen lernen die Senioren neue Musik kennen, bei der von Blasmusik bis hin zu Klassik verschiedenste Genres vertreten sind. Zuletzt war die Blaskapelle Emmering zu Gast und spielte aufgrund der Infektionen im Freien vor dem Gebäude, während die Bewohner von den Balkonen aus zuhörten.

Auch unabhängig von der Pandemie seien die Veranstaltungen im Altenheim wichtig, um Gemeinschaftserlebnisse zu haben, so Anita Beer. "Das gemeinsame Feiern ist durch Corona weniger geworden. Deswegen ist es für die Bewohner wichtig, sich zu sehen und miteinander unterhalten zu können." Welche weiteren Veranstaltungen es in Zukunft geben wird, ist noch offen, aber den Organisatoren werden die kreativen Ideen gewiss nicht ausgehen.

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