Alling Vom Weißwurstfrühstück bis zur Tanzparty

Zum großen Pfingstfest der Allinger Landjugend werden bis zu 1000 Besucher erwartet

Von Manfred Amann, Alling

Am Pfingstsonntag, wenn Christen die "Aussendung des heiligen Geistes" feiern, steigt in Alling seit Jahrzehnten das große Pfingstfest der Landjugend - in weltlichem Rahmen versteht sich. Das mittlerweile weithin bekannte Hallen- und Hoffest, das traditionell mit einem Frühschoppen beginnt, das Hiltmairanwesen an der Hoflacher Straße zur Partymeile werden lässt und in eine fetzige Tanznacht in der Maschinenhalle mündet, lockt jedes Jahr je nach Witterung bis zu 1000 Besucher an. Für die Musik sorgen heuer die Blaskapelle Alling und die Showband "7 Promille".

Während tagsüber überwiegend die Allinger Bürgerschaft das Zelt und den Hofbiergarten aufsucht, um leckere Grillschmankerl zu genießen, gehört die Nacht der Jugend, die mittlerweile von weit her aus allen Richtungen kommt, um sich am Pilswagen, in der Halle oder in der Cocktail-Bar zu vergnügen. Das Pfingstfest ist die größte und aufwendigste öffentliche Veranstaltung, die den etwa 180 Mitgliedern des Vereins viele Organisation, Vorbereitungen und Nacharbeiten abfordert. "Rund 70 Mitglieder sind da im Einsatz", erzählt erklärt Moritz Jäger, der unlängst zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Schon in zwei Wochen aber findet mit "Alling brennt" bei einer Maschinenhalle auf etwa halber Strecke Richtung Weiler Dötelbauer eine weitere Großveranstaltung statt. "Die Landjugend Alling ist aber nicht nur ein Feierverein, sondern beteiligt sich das ganze Jahr über am Dorfleben, gestaltet es mit und trägt zur Erhaltung von Brauchtum bei", sagt der junge Vereins-vorsitzende. Der Jugendverein organisiert das Osterfeuer und das Maibaumaufstellen, das traditionell von Hand erfolgt, beteiligt sich an der Fronleichnamsprozession und bindet zum Erntedankfest eine Erntekrone. Immer gern in Anspruch genommen wird der Nikolausdienst der Landjugend am 5. und 6. Dezember. Und einen Stammtisch gibt es auch.

Gegründet wurde die Allinger Landjugend im Jahre 1976. Nachdem es einer Gruppe Allinger Burschen gelungen war, nach altem Brauch in Gröbenzell den Maibaum zu klauen, so erinnern sich Gründungsmitglieder, habe die Tat am Stammtisch, damals noch beim Müller-Wirt, Bewunderung ausgelöst, die sich auch finanziell ausgewirkt habe. Stammtischler und Allinger seien so spendabel gewesen, dass die Burschen etwa 200 Mark übrig hatten und dies als Grundstock für die Gründung eines Burschenvereins nahmen. Zum Vorsitzenden wurde Michael Metz gewählt. Nachdem 1977 mit Eva Metz und Eva Riemer Frauen um eine Aufnahme angefragt hatten, wurde aus der Burschenvereinigung kurzum der Allinger Landjugendverein. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens wurde 2001 eine Fahne geweiht, die nun bei allen festlichen Anlässen mit Stolz präsentiert wird.

Pfingstfest der Landjugend, Sonntag, 4. Juni, von neun Uhr an, Hiltmair-Hof, Alling, Hoflacher Straße