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Alling:Kinderhaus mit sechs Gruppen

Betreuungseinrichtung soll in Kürze EU-weit ausgeschrieben werden

Um für das neue, an der Antoni-Straße in Alling geplante Kinderhaus in die Detailplanung einsteigen zu können, muss zunächst ein geeignetes Architekturbüro gefunden werden - im Zuge einer europaweiten Ausschreibung. Im Auftrag der Gemeinde wird das Planungsbüro Keller und Keller aus München die Vergabe vorbereiten. Die Zeit drängt, denn die Betreuungseinrichtung auf dem Grundstück neben dem Kindergarten soll im Herbst 2021 eröffnet werden. Ein Arbeitskreis hat die Eckdaten für die Ausschreibung erarbeitet. Diese sehe sechs Gruppen, je drei in Krippe und Kindergarten, vor, erklärte Bürgermeister Frederik Röder (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Um in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen, müssen alle Unterlagen nebst Kostenschätzung bis Ende August eingereicht werden. Schon in der Februar-Sitzung hatte Hans Schröder (parteifrei) diesen Termindruck als "hausgemacht" kritisiert.

Es gehe um mehr als sechs Millionen Euro - und wenn man die Kosten für die Gesamtplanung berücksichtige, sogar um etwa 7,2 Millionen. "Da sollte man schon Zeit für eine gut durchdachte Planung haben", so der Zweite Bürgermeister. Auch wenn der Staat etwa 70 Prozent der Kosten übernehmen sollte, müsste die Gemeinde immer noch mehr als zwei Millionen Euro selbst schultern.

In dem Gebäude, das sich in den baulichen Bestand einfügen muss, soll Platz sein für sechs Gruppen sowie WC-Anlagen, Küche, Ruhe-, Bewegungs- und Werkraum, Speisesaal und Personalzimmer. "Die Bereiche Krippe und Kindergarten sollten jeweils als eigene räumliche Einheit betrachtet werden", heißt es in der Auflistung. Untersucht werden soll, ob der als "Eistüte" bezeichnete Teil des jetzigen Kindergartens als "zentraler Verteiler" zwischen Kindergarten und Krippe genutzt werden kann. Die Freianlagen sollen wie bisher als räumliche Trennung zwischen Krippe und Kindergarten dienen. Zudem sollen Unterstellmöglichkeiten für Kinderwagen und für Fahrräder im Bereich der Zugänge sowie Sonnen- und Schattenzonen im Außenbereich angelegt werden. Stellplätze brauchen die Bewerber nicht ausweisen, denn auf dem Parkplatz vor der Sporthalle stehen ausreichende Flächen zur Verfügung.

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