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Alling:Entwässerung, Bedarfsampel und weitere Wünsche

Rund 12 000 Fahrzeuge sind täglich durch Alling unterwegs.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Alling hofft auf mehr Verständnis des Straßenbauamtes für die Belastung durch den zunehmenden Durchgangsverkehr

Von Manfred Amann, Alling

Der Wunsch der Gemeinde Alling, die Belastungen durch die etwa 12 000 Fahrzeuge zu mindern, die täglich auf der Staatsstraße im Ortsbereich unterwegs sind, stößt beim staatlichen Straßenbauamt mittlerweile offenbar auf Verständnis. Die Behördenmitarbeiter hätten sich zumindest aufgeschlossen gezeigt, stellte Bürgermeister Stefan Joachimsthaler (CSU) in der jüngsten Ratssitzung fest. Bei einem Ortstermin, zu dem Hans Friedl, (FW) Landtagsabgeordneter und Vizebürgermeister von Alling, eingeladen hatte, wurde in Aussicht gestellt, im kommenden Jahr die Planung für die dringend erforderliche Straßenentwässerung anzugehen und die Fahrbahn zu sanieren. Die Arbeiten sollen zunächst aber nur auf dem Abschnitt von der Einmündung der Parsbergstraße und der Kreuzung mit der Antoni- und der Weidenlohstraße vorgenommen werden. Da Richtung Hoflach und Gilching straßenbegleitende Versickerungsmulden vorhanden sind, die den Ansprüchen zur Entwässerung gerecht werden, wird eine entsprechende Sanierung dieser Abschnitte auf einen späteren Zeitpunkt geschoben. Sollte das innerörtliche Straßenstück durch die Sanierung stark in Mitleidenschaft gezogen werden, soll auch die gesamte Fahrbahn erneuert werden, erklärte Joachimsthaler.

Auf die Frage, ob dann Flüsterasphalt aufgetragen werden könnte, war laut Friedl keine klare Antwort zu bekommen. Ebenso blieb unklar, wer diesen "Wunschbelag" dann bezahlen müsse. Wie das Bürgermeister-Duo weiter informierte, kann sich das Straßenbauamt entgegen früherer Aussagen nun auch den Einbau von Bedarfsampeln zur Querung der Straße an den Bushaltestellen vorstellen. Die Entscheidung darüber obliege jedoch dem Landratsamt. Joachimsthaler will den Ampelwunsch bereits bei der anstehende Verkehrsschau mit Polizei und Vertretern der Kreisbehörde ansprechen. Vom Gemeinderat wurde die Information mit Freude aufgenommen, wenngleich allen klar ist, dass das Verkehrsaufkommen infolge der Sanierung kaum zurückgehen wird. Gemäß dem Ergebnis der von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Verkehrszählung wird ein Anstieg der Fahrzeugbewegungen auf knapp 15 000 täglich erwartet. Allerdings will das Straßenbauamt das Gutachten nicht akzeptieren und hat angekündigt, eine eigene Erhebung zu veranlassen. Im Gemeinderat kam auch die Frage auf, ob dem Straßenbauamt die Möglichkeit einer Umfahrung von Alling angesprochen worden sei. Dazu führte Friedl aus, dass von der Gemeinde kein Antrag oder Ähnliches vorliege. Erst wenn eine Umfahrung beantragt werde, könne das Amt tätig werden, Der Abgeordnete versprach zudem, als Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages seinen direkten Kontakt zum Straßenbauamt weiter zu nutzen.

© SZ vom 04.11.2020
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