Alling:Appell zum Impfen

Lesezeit: 2 min

Bürgermeister Stefan Joachimsthaler will erreichen, dass Vakzine gegen Corona in Alling verabreicht werden

Von Manfred Amann, Alling

Um möglichst schnell auf pandemiebedingte Einschränkungen verzichten zu können, will Bürgermeister Stefan Joachimsthaler (CSU) in Alling einen Impf-Tag organisieren. Als Begründung führte er in der Bürgerversammlung appellierend an: "Wenn sich nicht mehr Menschen impfen lassen, dann wird uns das Virus noch lange Zeit begleiten". Auf Anfrage einer besorgten Teilnehmerin an der Veranstaltung, die erneut als Zoom-Konferenz stattfand und in Facebook übertragen wurde, ob im Ort ein Testzentrum eingerichtet werden könne, wenn die 3 G-Regelung für Arbeitsplätze beschlossen werden sollte, sagte der Rathauschef zu, zu prüfen, ob das Team der Gilchinger Apotheke reaktiviert werden könne, das vor Monaten schon einmal in Alling Testungen vorgenommen habe. In den übrigen rund 50 Minuten bot Joachimsthaler einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen "wegen Corona für alle, auch für die Gemeindeverwaltung nicht leichten" Jahres, in dem insbesondere die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes sowie die Sanierung und Erweiterung des Rathauses im Mittelpunkt gestanden hätten.

Im Ausblick auf das kommende Jahr warb Joachimsthaler um eine möglichst hohe Beteiligung der Bürger an der von der Gemeinde unterstützten Glasfaser-Initiative der Telekom. Aktuell hätten 16 Prozent aller Haushalte ihr Interesse an einer Glasfaserverbindung bis ins Haus vertraglich untermauert. Um die Anschlüsse kostenlos und dennoch wirtschaftlich installieren zu können, brauche das Unternehmen jedoch von rund 40 Prozent eine Anschlussverpflichtung, erklärte der Bürgermeister und kündigte an, dass Vertreter der Telekom auch versuchen werden, bei Hausbesuchen die Bürger zu informieren und für Vertragsabschlüsse zu gewinnen. Die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden und wird sich insbesondere auf den Ortsteil Holzkirchen konzentrieren. Die seit dem Frühjahr abschnittweise Sperrung der Ortsverbindungsstraße über Germannsberg nach Biburg, um eine neue Rohrleitung verlegen zu können, soll bis zum Ende des Jahres aufgehoben werden. Um den Zuschauern eine Vorstellung zu vermitteln, hielt der Bürgermeister ein neues Rohrstück in die Kamera und erklärte das abdichtende Stecksystem.

Laut Gemeindechef werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 auf den Parkbereichen vor dem Bürgerhaus und vor der Sporthalle öffentliche Strom-Tankstellen errichtet, um einen Beitrag für die Mobilitätswende zu leisten. Überdies habe sich der Gemeinderat darauf verständigt, nach Möglichkeit im August nächsten Jahres endlich mit den Erdarbeiten für den Bau des neuen Kinderhauses zu beginnen. Ferner soll zu Sicherung von Ortsteilen vor Starkregen-Überschwemmungen ein "Sturzflutmanagement" erarbeitet und umgesetzt werden. Finanziell gesehen, ist Alling laut Joachimsthaler gut durch die Pandemie gekommen und hat bei den Einnahmen aus Einkommen- und Gewerbesteuer "etwa das Vorjahresniveau erreicht". Bei Schulden in Höhe von 280 000 Euro hat Alling Rücklagen von rund zwei Millionen Euro.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB