GartenBesondere Tomaten und selbst gezogene Kräuter

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Information und Erholung: Blick in den Kreislehrgarten in Adelshofen.
Information und Erholung: Blick in den Kreislehrgarten in Adelshofen. Carmen Voxbrunner

Etwa 20 Hobby-Gärtnerinnen bieten beim Saatgutmarkt im Kreislehrgarten Pflanzen und Setzlinge an und beantworten die Fragen der Besucher.

Von Manfred Amann, Adelshofen

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Oliven, Aprikosen, Feigen, Kiwi, auch Gemüse wie Yacon oder Pak Choi, der Klimawandel lässt auch in unseren Gärten Bäume, Sträucher, und Pflanzen gedeihen, die als exotisch gelten. Dass deren Kultivierung bei uns gelingen kann, davon konnten sich Besucher des zweiten Saatgutmarktes mit Pflanzenbörse im Kreislehrgarten in Adelshofen überzeugen. Es waren aber nur wenige „Raritäten“, die von den 20 Hobby-Gärtnerinnen, es waren zumeist Frauen, gezeigt und auch angeboten wurden. Überwiegend waren es gängige, heimische Sorten, die es in großer Vielfalt gibt.

Die Einladung der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Sebastian Storch und Katrin Ziewers, die mit Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins Adelshofen ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet hatten, traf auf großes Interesse. „Jeder darf nach vorheriger Anmeldung Saatgut und Pflanzen ausstellen und auch weitergeben“, hieß es auf der Einladung, die rund 20 Pflanzenkundige ermunterte, ihre selbst ausgesäten, gezogenen oder vermehrten Pflanzen und Setzlinge zu zeigen und anzubieten.

Und weil die Wolken manchen Sonnenstrahl durchließen, herrschte im Garten in der Umgebung von Obstbäumen und Sträuchern rege Geschäftigkeit. Sabine Sustre konnte viel über ihre selbst gezogenen Kräuter wie Dill, Akelei, oder Waldmeister erzählen und fand auf Fragen, wofür diese am besten verwendet werden können, als Würze für Salatdressing oder für Suppen, als Tee oder zum Marinieren von Stakes, stets Antworten, die den Besuchern gefielen. „Die Kraft der Brennnessel“ sei ebenso wenig bekannt wie die heilende Wirkung von Giersch, der oft als „Unkraut“ zu Unrecht aus Gärten verbannt werde. „Man muss Giersch in einen Topf setzen, dann kann er sich nicht ausbreiten“, riet die Pflanzenzüchterin aus Mammendorf.

Susi Stangl aus Oberlappach fiel mit einer Vielzahl von Tomatenpflanzen auf, die mit farbigem Abbild der Frucht und deren Namen gekennzeichnet waren, „weil man manche Sorte gar nicht kennt“, wie eine Besucherin sagte. „Welche ausgefallene Tomate empfehlen Sie?“, fragte sie und bekam den Tipp, es mit der bläulich-roten, etwas süßlich schmeckenden Blue Beauty zu versuchen. „Tomaten machen mir am meisten Spaß“, verriet sie, aber grundsätzlich ziehe sie „querbeet durch die regionale Gemüsepalette“ alle Pflanzen. Im Frühjahr seien alle Fensterbretter mit Pflanzbehältern belegt, sagte sie.

89 Arten von Salat- und Gemüsepflanzen

„Bei mir ist das Wohnzimmer der Ort, wo sie nachts vor Frost geschützt werden. Morgens kommen sie dann entsprechend den Wetterbedingungen zur Gewöhnung nach draußen“, erzählte Angelika Stoiß aus Baindlkirch mit Verweis auf ihre 89 Arten von Salat- und Gemüsepflanzen, die sie aktuell anbieten kann. „Zu Hause stelle ich Pflanzen vor das Tor und ich bin begeistert, wie ehrlich die Menschen mit der Bezahlung sind“, erzählte sie.

Henriette Pilz aus Hörbach hatte auf ihrem Stand „Überschüsse an Setzlingen“, die sie in ihrem Garten nicht mehr unterbringen kann und Katrin Kronenbitter aus Kottgeisering hielt eine „Black Box“ mit Blumensamen bereit, den man flächig ausstreut, um sich an der bunten Blütenpracht und an der Duftvielfalt erfreuen zu können. Eine Besucherin interessierte sich besonders für das karibische Dickblatt, das an die Fette Henne erinnert, aber mehr ins Blaurote geht.

Während Eltern sich den Pflanzen, den kleinen Baum- oder und Strauchsetzlingen widmeten und sich beraten ließen, oder mit den Ausstellern und untereinander fachsimpelten, konnten Kinder basteln, malen oder im Streuobstgarten nach Baumgeistern suchen. Außerdem gab es für sie vegetarische Pizzen frisch aus dem Ofen. Zudem wurden Kuchen und Kaffee angeboten, die in grüner Umgebung auf den Gartengarnituren des Kreislehrgartens verzehrt werden konnten. „Wir wollen, den Besuchern neben Information und Beratung auch einen schönen Nachmittag ermöglichen“, sagte dazu Hans Siebenhütter, Vorsitzender der Adelshofener Gartenfreunde.

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