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Adelshofen:In der Lernphase

Robert Bals leitet die Gemeinde Adelshofen mit den Ortsteilen Nassenhausen und Luttenwang ehrenamtlich. Beruflich hält er sich viel im Ort auf und ist ständig ansprechbar.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Robert Bals ist mit seinen 28 Jahren der jüngste Bürgermeister einer Landkreis-Gemeinde

Von Manfred Amann, Adelshofen

Mit 28 Jahren ist Robert Bals (Wählergemeinschaft Adelshofen, Nassenhausen, Luttenwang) der jüngste Bürgermeister im Landkreis. Seine kommunalpolitische Erfahrung hielt sich vor seiner Wahl im Vorjahr in Grenzen. Da ihm Amtsvorgänger, Altbürgermeister Michael Raith (CSU), nach der Amtsübernahme stets zur Seite stehe und er auch alle erfahrenen ehemaligen und aktiven Gemeindepolitiker fragen könne, habe er relativ schnell seinen Platz gefunden, sagt Bals. Auch wenn es im Gemeinderat manchmal kontroverse Beratungen wie zum Beispiel über die Versetzung der Mariensäule in der Ortsmitte gebe, letztlich strebten jedoch alle nach einer guten Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde.

Robert Bals ist in Adelshofen tief verwurzelt und bei der Feuerwehr und etlichen Vereinen engagiert, so dass "die Nähe zum Bürger außer Frage" steht. Das gelte auch für die Ortsteile Nassenhausen und Luttenwang, deren Entwicklung eine ebenso wichtige Aufgabe sei, wie die des Hauptortes. "Auch wenn für mich alles Neuland war, ich habe mich schnell eingearbeitet und mir viel Basiswissen zur Kommunalverwaltung selbst angeeignet", verrät Bals. Außerdem hätten ihn Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, so weit es Corona zuließ, "quasi intensiv geschult". Die Arbeit sei anspruchsvoll, wegen seiner Vielfältigkeit aber auch reizvoll und mache großen Spaß.

Der Kinderhausneubau, die Überplanung des Klostergartens und des Kirchweges im Rahmen der Dorferneuerung von Adelshofen hätten ihn von Anfang an gefordert, zudem sei auch die Zusammenarbeit im dem Abwasserzweckverband angefallen. Als Unternehmer ist der Ingenieur vor Ort tätig sei, um in Adelshofen eine Nahwärmeversorgung aufzubauen. "So bin ich eigentlich stets ansprechbar und kann mich auch kurzfristig mit Anliegen von Bürgern beschäftigen und Gesprächstermine wahrnehmen".

Als "nicht einfache Aufgabe" bezeichnet Bals den Ausbau der Orts- beziehungsweise der Durchgangsstraßen, weil für einen "vernünftigen, den Richtlinien entsprechenden Ausbau" der Grund fehle, weil bei der Frage nach einem anderen Standort für die Mariensäule auch das Denkmalamt mitrede und manche Bürger keine Veränderung wollen. "Wir vergleichen gerade verschiedene Varianten nach Aufwand und Kosten", sagt Bals in der Hoffnung auf eine baldige Einigung im Gemeinderat.

© SZ vom 29.04.2021
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