bedeckt München 21°

"Audi Dome":Mehr Zuschauer für FC-Bayern-Basketballer

Volles Haus: Der "Audi-Dome" platzt oftmals längst aus allen Nähten.

(Foto: imago sportfotodienst)
  • Der FC Bayern München darf den "Audi Dome" von 6700 auf 7600 Sitzplätze erweitern. Das wird voraussichtlich 2,5 Millionen Euro kosten.
  • Allerdings muss der Verein auch die nötigen Parkplätze dafür nachweisen. Schon jetzt gibt es bei Heimspielen rund um die Halle am Westpark regelmäßig ein Verkehrschaos.

Von Berthold Neff, Sendling-Westpark

Am Bezirksausschuss (BA) soll's nicht liegen: Das Stadtviertel-Gremium von Sendling-Westpark erklärte sich in seiner letzten Sitzung im Jahr 2016 damit einverstanden, dass der FC Bayern München die Kapazität der Basketball-Halle "Audi-Dome" von 6700 auf künftig 7600 Sitzplätze erweitert. Befürwortet wurden auch die Pläne, den Pressebereich in Flächen für Gastronomie und Verkauf umzuwandeln. Der neue Arbeitsbereich für Journalisten soll an Stelle bisheriger Nebenräume entstehen. Die Investition wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Da jedoch bei den Heimspielen der Bayern-Basketballer rund um die Halle das Parkchaos ausbricht, pochen die Stadtviertel-Vertreter darauf, dass die zusätzlichen Stellplätze, die wegen der Erweiterung erforderlich sind, auch nachgewiesen werden. Und es soll, so das Votum des Unterausschusses Bau und Umwelt, das dessen Vorsitzender Uwe Kramm (Grüne) am Dienstagabend erläuterte, vom Planungsreferat auch dargestellt werden, wo die 60 Stellplätze für die Sportvereine platziert werden, "die dem Vernehmen nach Teil der Baugenehmigung waren".

Die frühere Rudi-Sedlmayer-Halle am Grasweg 74, am Rande des Westparks gelegen, wurde für die Olympischen Spiele 1972 gebaut; dort trugen die Basketballer ihre Spiele aus. Später traten Frank Zappa oder Bruce Springsteen auf, die Klitschko-Brüder schlugen dort zu. Danach wurde es, von etwas Handball und Volleyball abgesehen, ruhig in der Halle. 2011 stimmte der Stadtrat einer Kooperation mit der Basketballabteilung des FC Bayern zu. Nach einer umfangreichen Sanierung, die 4,5 Millionen Euro kostete, wurde die Halle zur Saison 2011/12 zur neuen Basketballhalle.

Anfang dieses Jahres beschloss das Präsidium des FC Bayern München - damals war noch Karl Hopfner Präsident -, die Halle langfristig als Spielstätte der Basketballer auszubauen. Die Idee, dass der Red-Bull-Eigner Dietrich Mateschitz für etwa 120 Millionen Euro eine neue Halle mit 10 000 Plätzen im Olympiapark baut, die der deutsche Eishockey-Meister EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern gemeinsam nutzen, schien den Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt zu riskant zu sein. "Deshalb haben wir uns entschieden, in den Audi Dome zu investieren und diesen langfristig als Heimat unserer Basketballer zu etablieren", hieß es danach in einer Erklärung.

Inzwischen steht aber wieder Uli Hoeneß an der Spitze des FC Bayern München, und der ist ja bekannterweise stets für eine Überraschung gut. Und so kündigte Hoeneß vor ein paar Tagen an, dass eine Kooperation mit Red Bull "neu diskutiert" werden solle.

© SZ vom 15.12.2016/imei
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB