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Fröttmaning:Zweites Parkhaus für die Allianz Arena: Garching stellt sich quer

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Die Alllianz Arena in Fröttmaning.

(Foto: Adam Pretty)

Eigentlich wollte man damit schon beim Parken Gäste-Fans strikt von Bayern-Fans trennen. Doch das Projekt verärgert nun den Garchinger Bauausschuss.

Von Gudrun Passarge und Thomas Kronewiter

So einfach, wie die Allianz Arena GmbH sich den Bau eines neuen Parkhauses vorgestellt hat, geht es wohl doch nicht. Die Stadt Garching jedenfalls stellt sich quer. Der Bauausschuss des Stadtrats verweigerte seine Zustimmung zu dem Projekt in Fröttmaning, bevor nicht eine ganze Reihe von Punkten geklärt werden.

Das Parkhaus will die Arena GmbH bauen, um Gäste-Fans strikt von Bayern-Fans zu trennen. Doch damit verbunden ist auch der Plan, auswärtige U-Bahn-Fahrgäste über eine Treppe und eine neue Brücke zum Stadion zu führen. Der Treppenaufgang überbaut die Gleise der U 6, die der Stadt Garching gehören. Und einer der Pfeiler der Brücke stützt sich auf einen Radweg, der ebenfalls Garching gehört. Für die Universitätsstadt ist das ein Ärgernis. "Die Gleise gehören uns, da gehören wir auch informiert", schimpfte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Stattdessen seien die Arena-Leute erst im Sommer gekommen und hätten fertige Pläne "auf den Tisch geknallt".

Garching sieht Interessenkollisionen: zum einen zwischen Fußgängern und Radfahrern, auch eine Schnellradwegtrasse will man als Option erhalten; zum anderen fürchten die Garchinger, das Parkhaus verbaue ihnen die letzte Chance, eine Verlängerung der erhofften Ortsumfahrung in Fröttmaning einmünden zu lassen. Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth verweist auf das benachbarte Naturschutzgebiet Fröttmaninger Heide. Das sei auch zu berücksichtigen, sagte er. Die Zukunftspläne der Garchinger müssten nicht verloren gehen.

© SZ vom 13.10.2016 / pa, tek/jey
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