Sie hoffe, nie wieder zurückzukehren, schreibt Frida Kahlo wenige Tage vor ihrem Tod in ihr Tagebuch. Und doch malt sie in dieser Zeit ein letztes Bild, mit dem sie das Leben feiert: Fleischig-saftige Wassermelonen, versehen mit dem Epitaph „VIVA LA VIDA – Coyoacán 1954 Mexico“. In einem Land, das den Verstorbenen einmal im Jahr am Día de los Muertos fröhlich bunt ein Rückkehrrecht einräumt, ist Kahlos Wunsch nach ewigem Verschwinden fast schon Koketterie. Und selbst sie, die Meisterin der Selbstinszenierung, hätte ihre künftige Allgegenwärtigkeit als berühmteste, meist reproduzierte Künstlerin der Welt wohl verwundert. Frida Kahlos rätselhafter Welt entkommt man nicht. Auch nicht auf der Bühne im Deutschen Theater.
Frida Kahlo im Deutschen TheaterSound-Track für Frida Kahlo
Lesezeit: 2 Min.

Wenn Tanztheater zur Musikrevue wird: Die Limonada Dance Company bringt am Deutschen Theater das Leben der mexikanischen Kunst-Ikone auf die Bühne.
Von Jutta Czeguhn
