Literatur:Schmerz, der kein Ende kennt

Michel Friedmann spricht im Literaturhaus mit Autorin Fatma Aydemir über seinen neuen Roman "Fremd" und die Bedeutung von Heimatlosigkeit.

Michel Friedmann zaudert nicht lange. Schon die ersten Worte seines neuen Romans stimmen auf eine zehrende, bedrückende Lektüre ein. "Ich bin auf einem Friedhof geboren. Schmerz, der keinen Anfang kennt, der kein Ende kennt." In "Fremd", gerade erschienen im Berlin Verlag, widmet sich der Jurist, Philosoph, Autor und Moderator seinem Leben, dem seiner polnisch-jüdischen Eltern und dem Trauma, das seit der Shoa die Familie prägt. Die Sprache, die er für den intimen Rückblick wählt, ist eine nackte und poetische. In einem anderen Ton, aber ähnlichen Sujet verhandelt auch Fatma Aydemir, Journalistin und Autorin, das Thema Heimatlosigkeit und Zugehörigkeit ihren Romanen "Ellbogen" und "Dschinns". Am 22. September werden Aydemir und Friedmann über "Fremd" und die Fremde sprechen.

Michel Friedmann im Gespräch mit Fatma Aydemir, Literaturhaus München und im Stream, Do., 22. Sep., 20 Uhr, Karten unter www.literaturhaus-muenchen.reservix.de oder 01806 700 733

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