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Zusammen Gutes tun:Jugendliche, die der Himmel schickt

Friedhof St Georg

Die Pfarrjugend St. Georg wird bei der bundesweiten Sozialaktion den gleichnamigen Friedhof verschönern und bienenfreundliche Blumen pflanzen.

(Foto: Lukas Barth)

Drei Gruppen aus dem Landkreis beteiligen sich derzeit an der "72-Stunden-Aktion", der bundesweit größten Sozialaktion von jungen Menschen. Insgesamt über 5200 Teilnehmer verschönern, bekochen und informieren dabei

Pünktlich zur Europawahl starten der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seine Verbände am Donnerstag, 23. Mai, die bundesweit größte Sozialaktion von Jugendlichen. Bei der "72-Stunden-Aktion" setzen sich über 5200 Jugendliche und junge Erwachsene unter dem Motto "uns schickt der Himmel" bis Sonntag, 26. Mai, in ihren Wohnorten und Stadtvierteln für eine offene und solidarische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft ein.

Die Gruppen haben die Möglichkeit, sich für ein Do-it oder Get-it Projekt zu entscheiden. Bei Ersterem können sich die Teilnehmer selbst für ein Projekt entscheiden und dementsprechend die Organisation übernehmen, bei Zweiterem bekommen die Gruppen zu Beginn der Aktion ein geheimes Projekt zugeteilt, dass sie dann anpacken. Hier wird ihnen Werkzeug und alles Nötige gestellt, den Jugendlichen wird nur ihre Arbeitskraft abverlangt. Auch aus dem Landkreis Freising beteiligen sich mehrere Gruppen an der Aktion, unter anderem die Pfarrjugend St. Georg, die Pfadfinder vom Stamm Wolfsspur aus Langenbach und der Arbeitskreis Jugendpolitik des Kreisjugendrings in Freising. Die Langenbacher haben sich für ein Get-it Projekt entschieden. "Wir haben 2013 schon einmal teilgenommen", sagt Angelina Schöttl vom Vorstand der Pfadfinder. Damals hätten sie den Kindergarten Garten in Hummel auf Vordermann gebracht, "wir haben den Sand im Sandkasten erneuert und ein Klettergerüst abgeschliffen und gestrichen", sagt Schöttl und fügt hinzu: "Die Pfadfinder haben sich wieder zur Teilnahme entschieden, da uns das letztes Mal schon viel Freue bereitet hat". Auch als teambildende Maßnahme für die Leitung sei es sehr hilfreich gewesen, erzählt Angelina Schöttl.

Dieses Jahr wüssten sie noch nicht, was sie für ein Projekt bekommen, allerdings spekulierten sie, dass es wieder etwas mit einem Spielplatz zu tun haben könnte. "Die Spannung ist auch mit einer der Gründe, warum wir ein Get-it Projekt genommen haben", so Schöttl. Der Arbeitskreis Jugendpolitik des Kreisjugendrings hat sich dagegen für ein Do-it Projekt entschieden. Die Jugendlichen haben ein dreiteiliges Projekt unter dem Motto "YOUropean YOUnion: Sehen - Gestalten - Wählen" ins Leben gerufen. Der erste Teil wurde mit einem Fotoprojekt und Ausstellung vergangenen Sonntag abgeschlossen. Die zwei weiteren Projekte bestehen aus einem Workshop zu Europa an einer Grundschule und das Bereitstellen von Essen und Getränken am Wahltag im Wahllokal eben dieser Grundschule für die dort Wählenden.

Die Pfarrjugend St. Georg bevorzugt ebenfalls ein Do-it Projekt, sie will auf dem Friedhof St. Georg Grünpflege betreiben und das Gelände ansprechender gestalten. "Wir wollen bienenfreundliche Blumen wie Lavendel aussähen, Stelen aufstellen und Meisenhäuschen bauen", erklärt Monika Schug, Pastoralreferentin in St. Georg. "Die Jugend ist hier auf uns zugekommen und hat dann das Projekt ausgearbeitet", unterstützt werden sie von einem Steinmetz und einem Landschaftsarchitekten. Am Samstag, 25. Mai, kommt sogar prominenter Besuch: Weihbischof Bernhard Haßlberger hat sich für die Zeit zwischen 15 und 15.45 Uhr angesagt.