Zum Lachen Alles nicht wahr

Freisings OB Tobias Eschenbacher (links) und sein Bruder Florian mit dem Aprilscherz-Plakat.

(Foto: privat)

Wenn Florian Eschenbacher Freisinger OB werden will und Kranzberg eigene Autokennzeichen ausgibt, ist 1. April

Von Birgit Goormann-Prugger

Freising/Kranzberg - Eines vorweg: Im Folgenden geht es nicht um harte Fakten. Es ist auch überhaupt nicht wahr, dass die Freien Wähler in Freising unter einem neuen Namen zur Kommunalwahl im März 2020 antreten wollen und zwar als "Freie Mitte Freising". Es stimmt auch nicht, dass sie als erste Gruppierung in Freising ihren Oberbürgermeister-Kandidaten präsentiert haben, Florian Eschenbacher nämlich, "ein hoffnungsvolles Politik-Talent", zufällig auch der Bruder des amtierenden Oberbürgermeisters Tobias Eschenbacher. Das ist alles frei erfunden und lief am Montag als Aprilscherz via Facebook - und es ist ziemlich lustig.

Gut, Florian Eschenbacher ist tatsächlich der Bruder von Tobias Eschenbacher, das zumindest stimmt und lässt sich auch an den Gesichtszügen der beiden sehr deutlich ablesen. Aber er will natürlich nicht am 15. März 2020 seinem Bruder den Chefsessel im Rathaus streitig machen. Dabei habe er sich, heißt es auf Facebook, "aus sehr gut informierten Quellen sagen lassen, dass so ein Job als Rathaus-Chef gar nicht so schwer ist". Na dann. Sein Wahlprogramm, das wolle er in Kürze vorstellen, Details könne er noch nicht verraten "aber es werden sich in Freising schon noch ein paar Baustellen finden, die man aufmachen kann", sagt Eschenbacher F., ach was?

Politik ist meistens ernst genug

Eschenbacher T. war übrigens vorab informiert. Und in einer Pressemitteilung, die gegen Abend auf der Website der Freien Wähler veröffentlicht wurde, hieß es: "Viele haben es natürlich sofort gemerkt, dass unsere Namensänderung ein Aprilscherz war. Aber ein bisschen Verwirrung haben wir damit schon gestiftet. Das durfte schon mal sein - Politik ist ja meistens ernst genug . . . Und wir werden auch nicht mit dem OB-Kandidaten Florian Eschenbacher, dem Bruder von Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, in den Wahlkampf gehen. Der Familienfrieden ist also nicht gefährdet."

Sie hätten ein Renner werden können: Die "neuen" Kranzberger Schilder bringen Geschäftsleiter Klaus Burgstaller (links) und Bürgermeister Hermann Hammerl an.

(Foto: Gemeinde Kranzberg)

Einen Scherz gemacht hat am 1. April auch die Gemeinde Kranzberg mit der Ankündigung, den Bürgerservice mit einer eigenen Zulassungsaußenstelle auszubauen, die von sofort an das Autokennzeichen "KRA" ausgebe. Auch das wurde via Facebook kommuniziert und mit einem Foto dokumentiert. Einer der ersten Nutzer war demnach Bürgermeister Hermann Hammerl, der sich vor dem offiziellen Start das Kennzeichen "KRA-NZ 1" reservierte.

Einer hat alle Papiere dabei

Denn Wunschkennzeichen wurden angeboten: KRA-NZ 11 zum Beispiel oder auch KRA-UT 99. Das Angebot stieß durchaus auf Interesse. "Einer war am Vormittag bei mir und hatte auch alle erforderlichen Papiere dabei", berichtete Kranzbergs Geschäftsleiter Klaus Burgstaller. Dass alles nur ein Aprilscherz gewesen sei, habe der Mann mit Humor genommen. "Als Entschädigung gab es für ihn einen Schoko-Osterhasen". Per E-Mail sei dann noch die Bewerbung für das Kennzeichen KRA-XN 1 gekommen. Das sei aber wohl auch ein Scherz gewesen.