Seit 35 Jahren gibt es mittlerweile die Reihe Zollinger Kammerkonzerte. Aus diesem Anlass hat der Zollinger Kirchenmusiker Hans Halbinger in diesem Jahr den Klavier-Comedian Armin Fischer als Stargast gewinnen können. Armin Fischer kommt mit seinem Programm „Ein Klavierkonzert in Lach-Dur“ nach Zolling. Klassische Musik trifft hier auf trockenen Humor. Ob das gut geht? Kann jemand, der aussieht und spielt wie ein Konzertpianist, ein Publikum zum Lachen bringen? Es ist ja noch kein Brüller, den Flohwalzer Johannes Brahms unterzuschieben oder sich zu trauen, Beethovens Mondscheinsonate tagsüber zu spielen.
Armin Fischer gilt allerdings nicht nur als virtuos und originell, sondern auch als besonders unterhaltsam, ein gewitzter Entertainer, der lässig seine Gags und seine Musik spielend aus dem Frackärmel schüttelt.
Manchmal allerdings kommt neben dem Schalk auch der gelernte Virtuose zum Vorschein, ein Überraschungsmoment reiner Musikalität. „Mit verspielten Einblicken in ein Pianisten-Leben und Highlights aus der Welt der Töne“, so die Ankündigung, will der mehrfach preisgekrönte Grandseigneur des heiteren Klavierspiels seinen Gästen einen unbeschwerten Konzertabend bereiten.
Armin Fischer wächst auf im westfälischen Lippstadt-Lipperbruch. Mit sieben Jahren, so liest es sich auf seiner Website, bekommt er Klavierunterricht. Später während der Gymnasialzeit erhält er Unterricht bei Professor Weichert in Soest, gewinnt erste Preise bei „Jugend musiziert“. Nach Abitur und Zivildienst studiert er Klavier in Hamburg in der Meisterklasse von Professor Volker Banfield.
Bereits als Student schrieb er satirische Lieder
Bereits als Student habe er satirische Lieder und ein erstes literarisches Kabarettprogramm geschrieben, sagt er. Es folgt ein Chanson-Meisterkurs bei der Politkabarett-Ikone vom Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“, Lore Lorentz, an der Folkwangschule in Essen. Fischer ist Absolvent des ersten Studienganges „Popularmusik“ an der Hamburger Hochschule für Musik und lernt unter anderem bei Peter Horton. Parallel spielt er in Hamburger Theaterproduktionen kleine Rollen – zum Beispiel in Gerda Gmelins „Theater im Zimmer“ oder bei Eberhard Möbius im „Schiff“ –, meistens am Piano.
Später erfüllt sich für Armin Fischer einen Lebenstraum: auf Kreuzfahrtschiffen für ein Publikum im Urlaub zu spielen. Seit einigen Jahren ist er eher als seereisender Gastkünstler auf den Weltmeeren zu erleben als auf einer deutschen Theaterbühne.
Armin Fischer, Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr, Bürgerhaus Zolling. Vorverkauf bei Schreibwaren Koppe und auf www.get-your-ticket.de.

