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Zolling:Nach wie vor schuldenfrei

Zollings Bürgermeister Max Riegler.

(Foto: Marco Einfeldt)

In seiner letzten gemeinsamen Sitzung verabschiedet der Gemeinderat den Haushalt 2020

In ihrer letzten gemeinsamen Sitzung haben die Zollinger Gemeinderäte den Haushalt für 2020 verabschiedet, der zuvor bereits nicht-öffentlich beraten worden war. Der Ort ihrer Zusammenkunft war ungewöhnlich, statt im Sitzungssaal trafen sich die Räte im Bürgerhaus, in gebührendem Abstand voneinander. "Wie bei einer Abiturprüfung", stellte Elena Völz von der VG Zolling, die das Protokoll führte, fest.

Mit dem Zahlenwerk wollte man dem neuen Gremium, das von Mai an zusammen tritt, einen Handlungsrahmen hinterlassen, wobei klar sei, dass sich vieles ändern werde und die eingeplanten Summen sicher nicht in voller Höhe zur Verfügung stehen würden, sagte Bürgermeister Max Riegler. Anfang 2020 verfügte die Kommune noch über 11,2 Millionen Euro an Rücklagen.

Knapp 5000 Einwohner leben in der Gemeinde, der Einkommensteueranteil wurde mit vier Millionen Euro eingeplant (2019: 2,6), die Gewerbesteuereinnahmen mit drei Millionen (2019: 5,3). Außerdem sind im Verwaltungshaushalt als größere Posten der staatliche Zuschuss für die Kinderbetreuung (900 000 Euro) und 600 000 Euro Kanalbenutzungsgebühren veranschlagt. Die Einnahmen reichen für einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt nicht aus, sondern er wird mit 1,5 Millionen Euro aus dem Vermögenshaushalt aufgestockt. Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts stehen 2,6 Millionen Euro Personalkosten (2019: zwei Millionen) sowie 3,3 Millionen Euro Kreisumlage (2019: 3,1). Da die Gemeinde zudem einige große Projekte begonnen hat, die heuer fortgeführt werden, verringern sich die Rücklagen um 4,7 Millionen Euro. Finanziert werden Kanalbaumaßnahmen (1,1 Millionen), Straßenbaumaßnahmen samt Beleuchtung (680 000 Euro), die Erweiterung der Kläranlage (550 000), die Sanierung der Wasserversorgung 550 000 Euro und 440 000 Euro sind für den Erwerb von Bauland und unbebauten Grundstücken eingeplant. Zum Jahresende werden die Rücklagen nach aktuellem Planungsstand noch 6,6 Millionen Euro betragen, die Gemeinde Zolling bleibt auch 2020 schuldenfrei.

© SZ vom 09.04.2020 / ka

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