Die Regierung von Oberbayern hat den Anschluss des Gasmotorenkraftwerks in Zolling an das Gasversorgungsnetz per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Dies sei auf Antrag der Onyx Kraftwerk Zolling GmbH geschehen, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Die nun genehmigte Anbindung an das bestehende Gasleitungsnetz soll den dauerhaften Betrieb des neuen Gaskraftwerks und damit in erster Linie die Versorgung mit Fernwärme in der Region sicherstellen."
Das Wärmekraftwerk hat eine Leistung von sechzig Megawatt und löst den bestehenden Kohleblock ab. Gemeinsam mit dem Biomasseheizkraftwerk soll es den zunehmenden Wärmebedarf in der Region um Freising decken. Darüberhinaus solle die Versorgung mit Erdgas gewährleisten, dass der Betrieb des Kraftwerks auch bei einem größeren Stromausfall gewährleistet sei. Die Stromproduktion könne so kurzfristig wieder aufgenommen werden, heißt es in der Pressemitteilung. "Mit der gewonnenen Energie könnten wiederum weitere Kraftwerke in der Umgebung angetrieben und somit das gesamte Stromnetz wiederaufgebaut werden."
Der Anschluss an die Hochdruckleitung von Forchheim nach Finsing befindet sich etwa 250 Meter nördlich des Zollinger Kraftwerks und östlich der Gemeindestraße zur Siedlung "Am Abersberg". Von dort aus quert sie die Gemeindestraße, verläuft über landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Staatsstraße 2054, erstreckt sich entlang deren Trasse und wird schließlich von Westen her an das Kraftwerk angeschlossen. Die Leitung ist etwa 850 Meter lang.
Der Planfeststellungsbeschluss und die festgestellten Planunterlagen sind derzeit bis zum 27. Mai auf den Internetseiten der Verwaltungsgemeinschaft Zolling, der Gemeinden Zolling und Haag sowie der Regierung von Oberbayern (https://s.bayern.de/gasanschlussleitung-zolling) einsehbar. Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats nach Ablauf des Auslegungszeitraums Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof München erhoben werden. Soweit keine Klagen erhoben werden, ist er nach Ablauf der Frist gültig.
