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Zeugnisse an den Realschulen im Landkreis:Zehn Einser und nur eine Zwei

523 Jugendliche haben in diesem Jahr die Mittlere Reife geschafft, viele von ihnen streben nun an die FOS.

523 Jugendliche haben in den vergangenen Wochen ihre Mittlere Reife an den drei Realschulen im Landkreis Freising erreicht. Viele von ihnen schafften auch den nötigen Notendurchschnitt für einen anschließenden Besuch der Fachoberschule und damit für die fachgebundene oder sogar allgemeine Hochschulreife. Diesen Weg wählen immer mehr junge Menschen in Bayern. Längst sind ein Drittel der Studienanfänger im Freistaat ehemalige Realschüler.

Ganz besonders viele künftige Studenten dürften von der Karl-Meichelbeck-Realschule in Freising kommen, hier hat Schulleiterin Christine Obermaier vor wenigen Tagen einen ausnehmend leistungsstarken Jahrgang verabschiedet. Von den 186 Absolventen hatten 26 eine Eins vor dem Komma stehen. Der Beste war Sebastian Mitterer mit der Traumnote 1,09. Von elf Prüfungsnoten schrieb Sebastian Mitterer zehn Einser und nur eine Zwei. Dem Ausnahmeschüler folgten Anna Huber mit einem Notendurchschnitt von 1,18 und Hai Doan mit 1,27. Rektorin Christine Obermaier hatte aber noch weitere Erfolgsmeldungen aus der Absolvia 2012 parat: Mit nur zwei Prozent Durchfallern war sie seit Jahren der beste Jahrgang der Schule, 91 Prozent der Schüler mussten niemals eine Ehrenrunde einlegen und so viele Einser hat es bei einem Abschlussjahrgang überhaupt noch nicht gegeben.

An der Moosburger Kastulus-Realschule war in diesem Jahr ein rundes Jubiläum zu feiern. Hier verabschiedete Konrektor Maximilian Deutinger den 50. Abschlussjahrgang der Schule. 176 junge Menschen haben heuer in Moosburg ihre Mittlere Reife abgelegt. Konrektor Deutinger spielte in seiner Ansprache sowohl auf die Finanzkrise als auch auf den Realschul-Boom an und versicherte den Zuhörern, ein Realschulabschluss sei heutzutage stabiler als der Euro. Seit die sechsstufige Realschule vor zwölf Jahren eingeführt worden ist, habe sich die Zahl der Schüler stetig erhöht. Schulbester ist in diesem Jahr Florian Kratzer mit einem Notendurchschnitt von 1,2, gefolgt von Josef Spörer mit 1,4 und Johannes Klöble mit 1,5.

161 Schüler konnten ihre Zeugnisse an der Imma-Mack-Realschule in Eching in Empfang nehmen. Es sei ein insgesamt homogener Jahrgang gewesen, lobte Schulleiterin Gertraud Weber, "ohne große Spitzen, aber auch ohne schlechte Schüler, sie waren alle gut, fleißig bis zum Schluss". Konrektor Wolfgang Korn berichtete, dass fast 75 Prozent der Absolventen unter dem für den Übertritt auf die Fachoberschule nötigen Notenschnitt lagen: 3,33 in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Englisch. "Es gehen tatsächlich auch viele Schüler aus diesem Jahrgang an die FOS", sagte Korn. Bester Schüler an der Echinger Realschule war Florian Sander mit einem Schnitt von 1,4, gefolgt von Antonia Kellerer mit 1,5 und Franziska Wenger mit 1,58.

Dass es auch nach dem Ausscheiden eines nicht nur leistungs-, sondern auch zahlenmäßig starken Jahrgangs eng an den drei Realschulen im Landkreis Freising bleibt, zeigen schon die ersten vorläufigen Anmeldezahlen für das neue Schuljahr. Sie bewegen sich ungefähr auf dem Niveau der Neuanmeldungen des vergangenen Jahres. "Der Trend hält an", formulierte es die Echinger Schulleiterin Gertraud Weber. Umso mehr baut sie darauf, dass die vierte Freisinger Realschule schon startet, bevor der vom Freisinger Kreistag inzwischen beschlossene Neubau steht: "Wir hoffen, dass bei den Anmeldungen 2013 schon die ersten zwei bis drei Klassen anlaufen, in einem Übergangsdomizil, so wie es bei uns damals auch war." So bekämen die Freisinger und Echinger Realschulen bereits Luft, und seien es nur zwei bis drei Klassen weniger, die gebildet werden müssten. "Die Schüler, die schon da sind, bleiben natürlich, aber die neuen Fünften könnten schon an der neuen Schule anfangen", so Weber.