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Windräder:Windkraftanlage genehmigt

Die Gemeinden Au und Nandlstadt wollen Einspruch einlegen

Das Münchner Verwaltungsgericht genehmigt den Bau einer Windkraftanlage nahe den Ortschaften Großgründling und Haslach. Diese Botschaft erreichte laut Hans Sailer (FW) die Marktgemeinden Nandlstadt und Au Anfang der vergangenen Woche. Gegen diesen Schiedsspruch werden nach Auskunft von Sailer beide Kommunen Einspruch einlegen und vor das Oberverwaltungsgericht ziehen.

Für dieses Vorgehen hat sich der Auer Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag ausgesprochen. Sailer sagte, direkt nach dem Schiedsspruch des Münchner Verwaltungsgerichts habe der Bauträger, die Firma Tetra r.e., einen Bauantrag für das zweite geplante Windrad gestellt. Im Gegensatz zum ersten, das in unmittelbarer Nähe zum Ortsteil Haslach entstehen soll, will die Marktgemeinde Au zu diesem keine Stellungnahme abgeben. Das rührt von einem Beschluss her, den der Marktgemeinderat vor acht Jahren gefasst hat. Der Beschluss von damals lautete, dass keinem Einwohner der Marktgemeinde die Nähe zu einer Windkraftanlage unter einem Abstand von einem Kilometer zugemutet werden solle. Dieses Kriterium erfüllt das zweite geplante Windrad im Gegensatz zum ersten.

Die Projektgesellschaft Tetra r.e, die zwei Windräder in der Gemeinde Nandlstadt bei Großgründling nahe der Gemeindegrenze zum Markt Au errichten will, hat bereits im Mai beim Landratsamt Freising einen vorzeitigen Baubeginn beantragt. Das Landratsamt hatte im September 2019 den Bau des Windrads genehmigt, das sich in unmittelbarer Nähe zu Haslach befindet. Gegen dieses hatten die Marktgemeinden Einspruch eingelegt, den das Münchner Verwaltungsgericht nun zurückwies. Der Bau der Windräder bleibt von Neuerungen bei der Genehmigung derartiger Anlagen unberührt. Anderenfalls wären diese abgelehnt worden, weil der Abstand zu den nächsten Dörfern aufgrund der 10-H-Regelung zu gering gewesen wäre.

© SZ vom 30.07.2020 / beb

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