MitmachaktionMalaktion am Windrad in Kammerberg

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Studentinnen der Landschaftsarchitektur aus Freising organisieren eine Kunstaktion am Kammerberger Windrad.
Studentinnen der Landschaftsarchitektur aus Freising organisieren eine Kunstaktion am Kammerberger Windrad. Marco Einfeldt
  • Studentinnen der Landschaftsarchitektur aus Freising organisieren am Samstag, 9. Mai, eine Malaktion am Kammerberger Windrad.
  • Die Aktion soll das schlechte Image von Windkraftanlagen verbessern, da viele Menschen sie als hässlich empfinden.
  • Interessierte können ab zehn Uhr ihre Silhouette am zweieinhalb Meter hohen Sockel des 149 Meter hohen Windradturms verewigen.
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Wer mag, kann am Samstag, 9. Mai, seine Silhouette an einer Windkraftanlage verewigen. Möglich machen dies Studentinnen aus Freising.

Von Alexandra Vettori, Fahrenzhausen

Es ist Samstagmittag, die Sonne brennt vom Himmel herab, und das Kammerberger Windrad bietet nur wenig Schatten. Dafür ist von hier ein grandioser Ausblick auf die weite Münchner Schotterebene und die Alpenkette dahinter möglich. Die Handvoll Menschen jedoch, die vom Gerüst aus oder vom Boden den Sockel des Windrads bemalt, hat gerade keinen Blick dafür. Es ist Tag zwei der Vorbereitung auf die große Mal-Aktion am Samstag, 9. Mai. Grundieren ist angesagt, nachdem zuvor ein paar Graffiti entfernt werden mussten.

Windräder sind unbeliebt, vor allem in Süddeutschland. Viele Menschen empfinden sie als störend im Landschaftsbild oder schlicht als hässlich. Erst kürzlich hat Pia Hegmann, Studentin der Landschaftsarchitektur an der TU Freising-Weihenstephan, in einer Vorlesung erneut vom schlechten Image der Windkraft gehört. Und da hatte sie eine Idee.

„Ich habe mir gedacht, dass es lustig wäre, eines anzumalen“, erzählt sie. Schnell gewann sie drei Mitstreiterinnen aus ihrem Studiengang. Eine von ihnen ist Chiara Sauer. Über ihre Motivation sagt sie: Früher habe es noch geheißen: „Windräder schreddern Fledermäuse“. Dagegen gebe es mittlerweile entsprechende Schutz‑ und Abschalttechnologien. „Wenn als letztes Argument gegen Windkraft bleibt, dass sie hässlich sind, dann kann man was dagegen tun“, betont Sauer.

Erste Anlaufstation der vier Studentinnen war als Windradbetreiber die Freisinger Bürger-Energiegenossenschaft. Dort rannten sie mit ihrer Idee offene Türen ein. An diesem Samstag ist bei der Grundierung auch Andreas Henze dabei, einer der beiden Vorsitzenden der Genossenschaft. „Schon vor Jahren habe ich mir überlegt, das Windrad zu verschönern, aber dann hatten wir kein Geld und haben es nie gemacht. Dass es jetzt von außen kommt, ist sehr schön, und natürlich haben wir ja gesagt“, erklärt er.

Pia und Chiara (v.l.n.r.) gehören zu den Initiatorinnen der Kunst-Aktion.
Pia und Chiara (v.l.n.r.) gehören zu den Initiatorinnen der Kunst-Aktion. Marco Einfeldt

„Ein bisschen größenwahnsinnig war es ja schon“, räumt Pia Hegmann lächelnd ein, während sie grüne Farbe anrührt. „Ich wusste nicht, dass die Windräder so hoch sind.“ Eigentlich sei sie davon ausgegangen, dass man deutlich höher hinauf malen könne. Tatsächlich sind es jetzt gut zweieinhalb Meter – bei einem Turm, also dem Windradmast, von 149 Metern Gesamthöhe. Die Farben hat ein Freisinger Farbenladen gestiftet, sie seien zudem auch für Kinder unbedenklich, versichert Hegmann.

Sollte es am Samstag, 9. Mai, regnen, wird die Aktion auf Donnerstag, 14. Mai verschoben, die Uhrzeit – ab zehn Uhr – bleibt gleich. Wer aktuelle Infos möchte, kann sich unter folgendem Link melden: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdBiskKO6ck95rkOeQu6UhUtIofM9shxeeCknUBap2z8-J1VA/viewform?usp=header.

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