Wildschweinplage im Landkreis FreisingDoppelte Prämie

Landratsamt zahlt jetzt 20 Euro für jedes erlegte Wildschwein

Das Freisinger Landratsamt setzt seine Bezuschussung der Jagd auf Wildschweine fort und verdoppelt die bislang geltende Prämie. Statt zehn soll es fortan 20 Euro pro verwertbaren, erlegten Schwarzkittel geben. Das hat der Kreisausschuss des Kreistags am Donnerstag beschlossen. Rainer Schneider (FW) geht dieser finanzielle Anreiz für das Erlegen von Schwarzwild nicht weit genug. Er fordert, beim Freistaat darauf zu dringen, eine Prämie von 100 Euro pro erlegten Wildschwein bayernweit einzuführen. Diese Regelung gilt bislang nur in den grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und Tschechien. Hintergrund für die freiwillige Leistung des Landkreises ist der Versuch, die Verbreitung der afrikanischen Schweinepest zu verhindern.

Laut Tobias Diepold von der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt gab es bislang 500 bestätigte Fälle von afrikanischer Schweinepest in Deutschland. Ein Mittel gegen die weitere Verbreitung der Seuche ist, die Populationsdichte der Wildschweine zu verringern. Für den Geschmack von Landwirt und Kreisrat Toni Wollschläger (Grüne) "gibt es eh zu viele Wildschweine im Landkreis". Er warnte davor, Reste von Butterbroten im Wald einfach wegzuwerfen. Wildschweine könnten sich an den Wurstresten infizieren.

© SZ vom 01.02.2021 / beb - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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