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Was Echinger sich so wünschen:Spülmobil und Sonnensegel

Für den Echinger Bürgerhaushalt stehen noch 33 Vorschläge zur Auswahl, die man online bewerten kann

Braucht der Echinger See ein Sonnensegel? Kommt ins Freizeitgelände eine Boulderanlage? Soll das Rathaus Lastenfahrräder anschaffen und zum Verleih zur Verfügung stellen - oder auch ein Spülmobil für Veranstaltungen der örtlichen Vereine? Eine breite Palette an Wünschen und Anregungen haben die Echinger wieder im Bürgerhaushalt der Gemeinde für 2019 eingebracht. 50 000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

37 Vorschläge sind heuer eingegangen, nach der Zusammenfassung identischer Inhalte werden 33 gelistet; beim Premierenhaushalt im Vorjahr waren 30 Vorschläge abgegeben worden, die auf acht aussortiert und zusammengefasst wurden. Die Vorschläge, die in Summe deutlich das festgesetzte Budget übersteigen, können nun online auf der Seite www.eching.de bewertet und kommentiert werden und werden dann in den Bürgerversammlungen im September und Oktober zur Abstimmung gestellt.

"Neue, interessante Vorschläge", bilanzierte Georg Metz, der im Bürgermeisterbüro den Bürgerhaushalt betreut. Vor allem seien die Anregungen auch durchweg konstruktiv, freute er sich: "Es war nichts total Unsinniges dabei." 13 Vorschläge hat die Rathausverwaltung in der Vorprüfung ausgeklammert. Teilweise seien die geforderten Projekte bereits in Arbeit, wie etwa die Anregung zur Verbesserung des Fußgängerübergangs vor der Sparkasse oder die Forderung nach Stockbahnen für Günzenhausen.

Teilweise wurden auch dauerhafte Ausgaben gefordert wie eine verbesserte Reinigung der Sporthallen, was nicht unter den Bürgerhaushalt fällt, der nur für Investitionen gedacht ist. Umsonst seien aber auch diese Vorschläge nicht, versichert Metz: "Das werden wir uns verwaltungsintern anschauen, das nehmen wir alles als Anregungen."

An Neuerungen zur Abstimmung stehen dann etwa noch ein offener Bücherschrank, öffentliche Ladestationen für Handys, die Anschaffung weiterer Defibrillatoren, die Installation einer mietbaren Grillhütte an See oder Freizeitgelände, der Einbau von Schwellen in Straßen zur Geschwindigkeitsreduzierung, die Überdachung von Fahrradständern an öffentlichen Gebäuden und vieles mehr.

Die endgültige Reihung und damit die Umsetzung beschließt der Gemeinderat, wahrscheinlich im November. 2018 hatte das Gremium das freilich nicht annähernd repräsentative Abstimmungsergebnis der Bürgerversammlungen ohne Abstriche übernommen. Damals war das aber auch insofern einfach, als alle Vorschläge zusammen ins Budget passten. Im Bürgerhaushalt 2018 wurden bisher bereits Blüh- und Streuobstwiesen umgesetzt, eine Wasserrutsche am See und ein Outdoor-Fitnessgerät zur öffentlichen Nutzung sind bereits bestellt. Auch Hundetoiletten wurden im Bürgerhaushalt beschlossen. Eine Umkleidekabine am See, die 2019 wieder gefordert wurde, soll noch aus dem Etat 2018 erstellt werden.

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