Vorverkauf läuft:Zum Grooven nach Moosburg

Jazzkantine

Die neunköpfige Formation Jazzkantine ist das Zugpferd der ersten Moosburger "Jazz Nights". Die neun Musiker sollen auch Fans aus dem Umland anziehen.

(Foto: Marc Stantien/oh)

Der Auftritt der "Jazzkantine" in der Stadthalle zählt zu den Höhepunkten der "Jazz Nights" Anfang September. Der Vorverkauf für das viertägige Festival hat bereits begonnen

Von Alexander Kappen, Moosburg

Wenn man Gerd Rothe so reden hört, wird schnell klar, dass er mit dem Verein "Kultur Moosburg" nicht nur Organisator der "Jazz Nights" ist, sondern vor allem auch ein Jazz-Fan. Als er am Donnerstag zusammen mit seinem Co-Vorsitzenden Rudolf Heinz zum Vorverkaufsstart das Programm vorstellte, war Rothe die Vorfreude auf das viertägige Event im Herbst deutlich anzumerken.

Der Kulturverein will an einem verlängerten Wochenende, vom 6. bis zum 9. September, Moosburg -, das die Verantwortlichen "als Zentrum für Live-Jazz im Landkreis Freising und darüber hinaus" bezeichnen -, in der Szene noch bekannter machen. Top Act des kleinen Festivals ist der Auftritt der Jazzkantine, die am Samstag, 8. September, die knapp 800 Besucher fassende Stadthalle füllen soll. Rothe macht keinen Hehl daraus, sich mit der Verpflichtung der neunköpfigen Funk-Hip-Hop-Jazz-Formation aus Braunschweig einen Traum verwirklicht zu haben: "Die Jungs gibt es seit 20 Jahren - und ich habe alle CDs." Wie es zu dem Coup mit der Jazzkantine kam, die in Moosburg ihr einziges Konzert in Bayern gibt? "Ich habe angerufen und gefragt: Wollt Ihr nicht mal nach Moosburg kommen?", sagt Rothe. Ja, die neun Musiker wollen. Und mit ihnen, so hofft man beim Kulturverein, viele Jazz-Begeisterte aus dem Landkreis sowie dem Einzugsgebiet bis Landshut, Ingolstadt und München. Für Auswärtige wird es, so Heinz, "einen Shuttlebus geben, der mehrmals vom Moosburger Bahnhof zur Stadthalle und wieder zurück fährt". Als Support spielt an dem Abend Slatec.

"Geiler, moderner Sound"

Der Auftakt zur ersten Auflage der Jazz Nights erfolgt jedoch dort, wo sozusagen die Wiege des Jazz in Moosburg steht - im Gasthaus "Zum Hirschen". Der dortige Jazzclub Hirsch hat sich in der Szene zu einer Marke entwickelt. Der Eintritt ist stets frei. So auch beim Auftritt der Tom Reinbrecht Group am 6. September. Reinbrecht sei "einer der besten Saxofonisten Deutschlands", schwärmt Rothe. Mit dabei seien aber auch weitere "super Leute wie Bassist Patrick Scales". Am 7. September soll Organ Explosion dem Zehentstadel - laut Rothe ein "wunderschöner Ort, an dem noch viel zu wenig passiert" - Leben einhauchen: "Mit alten Geräten wie Wurlitzer und Hammond-Orgel machen die einen geilen, modernen Sound."

Eine Gruppe alter Hasen spielt dann zum Abschluss am 9. September im Huber-Garten beim Jazz-Frühschoppen. Die reaktivierten Storyville Shakers mit Uli Wunner, Johannes Wunner, Max-Josef Kirchmaier, John Brunton und René Haderer präsentieren zu Weißbier, Weißwürst' und Brezen ihren bekannten New-Orleans- und Dixieland-Jazz. Es wird ein Zelt aufgestellt, auch bei schlechtem Wetter wird niemand nass.

Was die Jazz Nights an sich angeht, finden es die Macher "toll, dass wir uns das trauen, wir sind eine kleine Stadt, und in Landshut und Freising gibt es so was nicht", sagt Gerd Rothe. Beworben wird das Event in Jazzclubs im Umkreis bis zu 100 Kilometer. "Im Vordergrund steht der Spaß - die Leute sollen nicht hingebungsvoll den Meistern auf der Bühne lauschen, sie sollen grooven können", so Rothe. Daher gebe es auch nur "eingängige Sachen" zu hören und keinen experimentellen oder Freejazz: "Das wäre zu speziell."

Karten gibt es ab sofort in Moosburg bei Bürobedarf Beck, Schreibwaren Bengl oder online unter www.moosburg-ticket.de und www.kj.de (nur Jazzkantine).

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