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Vorschläge für Neufahrn:Bürgerhaushalt ausgebremst

Abgabefrist wird wegen technischer Probleme verlängert

Der Bürgerhaushalt 2021 wird von technischen Problemen ausgebremst. Weil immer wieder potenzielle Teilnehmer bei der digitalen Anmeldung für die eigens eingerichtete Homepage (www.buergerhaushalt-neufahrn.de) scheitern, wird nun die Abgabefrist für Vorschläge verlängert. Für die Schwierigkeiten macht die Gemeinde die beauftragte Fremdfirma verantwortlich. Man stehe "in regem Austausch", aber es zeichne sich "keine Lösung ab" - die Zusammenarbeit sei "unbefriedigend", resümierte Rathaus-Sprecherin Gabriele Ostertag-Hill am Montag in der Bauausschuss-Sitzung. Man werde daraus für die Zukunft Konsequenzen ziehen.

Momentan geht es konkret um "Phase eins" des diesjährigen Bürgerhaushalts: Seit 1. Februar kann jeder Vorschläge für Verbesserungen im Gemeindebereich einreichen. Eigentlich solle das nur sechs Wochen lang möglich sein. Nun können die Ideen aber bis 19. März abgegeben werden. Wer bei der digitalen Anmeldung weiterhin auf technische Hürden stößt, kann seinen Vorschlag auch per Mail an Michaela.Zehnter@neufahrn.de schicken. Außerdem weist die Gemeinde darauf hin, dass es die Vorschlagsformulare auch in Papierform im Rathaus gibt - coronabedingt kontaktlos zur Abholung am Eingang.

In den nächsten Schritten werden die Vorschläge von den Fachabteilungen auf die Umsetzbarkeit überprüft und auf der Bürgerhaushalt-Homepage vorgestellt. Dann wird abgestimmt. Die zehn Ideen mit den meisten Bürgerstimmen werden dem Gemeinderat vorgelegt, der entscheidet, was umgesetzt wird. Insgesamt stehen dafür 30 000 Euro zur Verfügung.

In der Vergangenheit wurden beispielsweise an zwei Kinderspielplätzen Bäume als Sonnenschutz gepflanzt, ein Spielplatz mit Inklusivspielgeräten ausgestattet und ein Bouleplatz am Freizeitpark errichtet. Bei der Umsetzung des Konzepts "Lebendiges Neufahrn" wurden Nistkästen in Bäumen im Gemeindebereich verteilt und zwei Relax-Liegen angeschafft. Allerdings ist die To-Do-Liste der bisherigen Abstimmungen trotzdem noch nicht ganz abgearbeitet. Einen Barfußpfad zum Beispiel gibt es in Neufahrn nach wie vor nicht.

© SZ vom 03.03.2021 / bg
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