UpdateMoosachöffnung startet Mitte Mai

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Die Baufirmen für die Arbeiten an der Oberen Hauptstraße sind schon beauftragt worden

Kolumne von Nadja Tausche

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In der Rubrik "Update" beleuchtet die Freisinger SZ die aktuelle Situation bei wichtigen Bauprojekten im Landkreis. Auf welchem Stand ist das jeweilige Vorhaben? Was wurde schon umgesetzt und wie soll das Ganze aussehen, wenn es fertig ist? Warum passiert bei manchen Vorhaben gefühlt gar nichts mehr?

Mitte Mai soll es losgehen, das ist der aktuelle Stand: Dann beginnen die Arbeiten zur Moosachöffnung im Bereich der Oberen Hauptstraße. Auf rund 85 Metern wird die Freisinger Stadtmoosach geöffnet, geplant sind dabei breite Sitzstufen mit Holzauflagen und Treppenstufen am Rand des Wasserlaufs. Ursprünglich war mit Beginn der Arbeiten im April gerechnet worden. Mittlerweile steht der Stadt zufolge auch fest, wer für die Moosachöffnung zuständig ist: Im Zuge eines EU-weiten Verfahrens wurden die beiden Firmen Wadle aus dem Landkreis Landshut sowie die Firma Josef Stanglmeier Bauunternehmung aus dem Landkreis Kelheim beauftragt. "Die regionalen Firmen haben in den letzten Jahren bereits Abschnitte in der Unteren Altstadt realisiert und somit umfangreiche Erfahrungen mit der Umgestaltung der Freisinger Altstadt", so Christl Steinhart, Pressesprecherin der Stadt.

Die aktuellen Bauarbeiten im Bereich der Oberen Hauptstraße haben mit der Öffnung noch nichts zu tun. Vielmehr geht es dort um Spartenarbeiten für Gas, Wasser und das Wärmenetz. Mit denen habe man pünktlich begonnen und komme gut voran, berichtet Steinhart. Aktuell laufen die Arbeiten im Bereich der Ziegelgasse stadteinwärts und dauern innenstadtweit wohl noch bis zum Herbst an. Bis in den Sommer hinein können Autos deshalb nicht von der Amtsgerichtsgasse über den Marienplatz in Ziegelgasse und Bahnhofstraße fahren. Auch am Asamgebäude werde derzeit gearbeitet, berichtet Steinhart: Unter anderem werden die Dachsanierungsarbeiten im Südflügel fertig gestellt, Decken verstärkt und historische Putze saniert.

Ob der Umbau der Innenstadt durch die Corona-Krise später als geplant fertig wird, ist Steinhart zufolge noch nicht absehbar. Auch, ob der Umbau etwa wegen fehlender Steuereinnahmen teurer wird als geplant, könne man noch nicht einschätzen. Probleme zeichnen sich aber schon jetzt ab: So können Bauarbeiter aus dem Ausland nach einem Heimatbesuch nicht mehr einreisen, wie die Sprecherin berichtet. Alles, was im Bau oder beauftragt sei, werde ausgeführt, versichert Steinhart - um die Gesundheit der Bauarbeiter vor Ort kümmere sich derweil ein eigener Koordinator.

Sicher ist, dass der Wochenmarkt während der Umbauarbeiten an der Unteren Hauptstraße zwischen Amtsgerichts- und Heiliggeistgasse stattfinden wird. Wann er von der Luitpoldanlage dorthin verlegt wird, könne man wegen Corona noch nicht sagen.

Konnte die Zeit genutzt werden, in der Geschäfte coronabedingt sowieso schließen mussten und so keine Einbußen durch den Innenstadtumbau hinnehmen mussten? Man sei vorangekommen, so Steinhart - "aber schneller als schnell können die Baufirmen nicht arbeiten."

© SZ vom 28.04.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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