Spätestens nach dem Ende der Sommerferien soll das Dach der Freisinger Sporthalle in der Luitpoldanlage saniert und technisch ertüchtigt sein. Das kündigte Robert Naujokat, Leiter des städtischen Hochbauamts, in der Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses des Stadtrats an. Das Vorhaben kostet etwa 470 000 Euro. Der Ausschuss stimmte kommentarlos zu. Schließlich war das Projekt schon vor einem Jahr vorgestellt worden. Nur stellte sich im Laufe der Planung heraus, dass ein Statiker von Nöten sein werde.
Die Sanierung des 38 Jahre alten Sporthallendachs ist dringend notwendig. Bei Starkregen waren Wasserschäden aufgetreten. 2007 war das Dach mit einem gedoppelten zusätzlichen Dach ertüchtigt worden. Derzeit fangen Eimer im Bereich der Zwischendecke eindringendes Wasser auf. Ein Zustand, der natürlich unmöglich länger aufrecht erhalten werden kann.
Ursprünglich war die Stadt von Kosten in Höhe von 250 000 Euro ausgegangen. Doch ins Alter geratene Gebäude halten immer die ein oder andere negative Überraschung bereit. Im Zuge der Planungen fand nämlich eine statische Begutachtung des Hallendachs statt. Dabei stellte sich heraus, dass eine so genannte Windsogsicherung, die dringend erforderlich ist, fehlte. "Die verhindert ein Abheben des Dachs bei starkem Wind", verdeutlichte Naujokat. Der Hochbauamtsleiter kritisierte, dass so eine Windsogsicherung auch schon in den Siebzigerjahren Vorschrift gewesen sei. "Das ist aber nicht geschehen."
In der Zwischenzeit hat die Stadt aber dafür Sorge getragen, dass ein Sturm das Dach der Sporthalle nicht davon wehen kann. Es wurde mit Schwerlastplatten beschwert, die bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten für die nötige Sicherheit sorgen sollen.
