Update:2 G für 20 000 Besucher

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Brass Wiesn Festival in Eching, 2019

Nach zwei Jahren Zwangspause soll die Echinger "Brass Wiesn" umfangreicher denn je zurückkommen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Echinger "Brass Wiesn" soll größer denn je zurückkommen

Von Klaus Bachhuber

In der Rubrik "Update" beleuchtet die Freisinger SZ aktuelle Entwicklungen bei verschiedenen Themen im Landkreis. Auf welchem Stand ist ein Projekt? Wurde gegen Missstände vorgegangen und wie? Diesmal geht es um die "Brass Wiesn" in Eching.

Nach zwei Jahren Zwangspause soll die Echinger "Brass Wiesn" umfangreicher denn je zurückkommen. Vom 4. bis 7. August 2022 soll das Blasmusik-Festival im Echinger Freizeitgelände unter "2 G"-Bedingungen stattfinden und dann über 20 000 Besucher anlocken. Zuletzt war das Festival auf 15 000 Besucher limitiert gewesen. Das "Wiesn"-Gelände soll dazu nach Süden und Westen erweitert werden.

2019 war die "Brass Wiesn" von einer Besucherkapazität von 10 000 auf 15 000 ausgebaut worden, damals mit dem ausdrücklichen Hinweis, damit sei das definitive Ende erreicht, weiteres Wachstum nicht angestrebt. In dieser Größenordnung fand das Festival dann aber nur einmal statt, 2020 und 2021 machten es die Pandemie-Bedingungen zunichte.

Jetzt hat Veranstalter "Sonnenrot" ein strukturelles Problem: Seit 2019 sind Tickets verkauft, die für jedes weitere Jahr verlängert wurden - aber mit denen nun die Kosten nicht mehr gedeckt werden könnten, wie Geschäftsführer Alexander Wolff im Gemeinderat erläuterte. Im Gefolge der Pandemie seien die Kosten für Künstler und Material dramatisch gestiegen.

Ein Wachstum auf 21 000 Besucher sei für den Charakter des Fests auch noch verträglich, versicherte er. Neben der Ausdehnung nach Süden und Westen werde man das Gelände neu organisieren. Rund 23 000 Quadratmeter freies Veranstaltungsgelände sollen jenseits von Bühnen und Ständen zur Verfügung stehen. Die Camping-Tickets sollen nicht erweitert werden, so dass die Übernachtungskapazitäten etwa gleich bleiben.

Bei der Einlasskontrolle werden die dann gültigen Statusbedingungen, "2 G", "2 G+" oder bis dahin relevante andere Varianten, kontrolliert, im Festivalgelände soll es dann keinerlei Einschränkungen geben, ebenso wenig wie ein Zugangslimit. Anhand der aktuell gültigen Vorschriften werde ein Hygienekonzept maßgeschneidert. "Wir glauben daran, dass es klappt", versicherte Wolff.

Im Echinger Gemeinderat haben CSU, SPD, Grüne, FW und "Bürger für Eching" die Ausweitung der Kapazität mit klarer Mehrheit von 21:2 Stimmen gegen FDP und ÖDP durchgewunken. "Muss es denn immer höher, weiter und mehr werden?", fragte Alexander Krimmer (ÖDP). Die Details von Verkehrs- und Sicherheitskonzept und Lärmschutz werden nun mit dem Rathaus abgestimmt. Mitgegeben wurde aus dem Rat unter anderem die Forderung, den Lärm vom Campingplatz besser zu limitieren, da der nicht nur Eching, sondern sogar die Veranstaltung selbst gestört habe.

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