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Unterwegs mit einem Oldtimer:Mit "Schorsch" auf großer Tour

Conny und Peter Klinger berichten von ihrer einjährigen Amerika-Reise

Als Peter Klinger 2013 nach gut 36 Jahren bei der Münchner Berufsfeuerwehr in Pension ging, war für den reiselustigen Neurentner und seine Frau Conny klar, dass es ein "Un-Ruhestand" werden sollte. Einen großen Anteil daran sollte das Einstandsgeschenk haben, das sich die beiden gemacht hatten: einen zum Wohnmobil umgebauten Magirus Deutz 170 D 11, Baujahr 1979 - passenderweise ein ehemaliger Feuerwehrrüstwagen. In ungezählten Arbeitsstunden wurde das riesige Gefährt (3,7 Meter hoch, knapp sieben Meter lang und 8,5 Tonnen schwer) den eigenen Bedürfnissen angepasst und auf den Namen "Schorsch" getauft. In Au berichten Conny und Peter am Donnerstag, 10. Januar, von ihrer einjährigen Reise durch Nord- und Südamerika und zeigen Bilder auf einer Großleinwand. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Gemeindebücherei.

Im März 2017 ließen sie "Schorsch" in Hamburg verladen, das Freisinger Kennzeichen erinnerte sie stets an ihre Heimat. Es ging einmal quer durch Kanada und auf dem legendären Alaska-Highway nach Norden bis Fairbanks. Im Laufe der nächsten fünfeinhalb Monate durchfuhren die beiden die USA bis nach Baltimore, wo Schorsch seine nächste Seereise antrat: Es sollte weitergehen nach Kolumbien.

Nach einer sechswöchigen Zwangspause, in der die Klingers auf das Schiff warteten, konnten sie ihre Reise fortsetzen und erkundeten fast alle Staaten in Südamerika, bis im März 2018 das Abenteuer ihres Lebens nach 51 000 Kilometern in Montevideo zu Ende ging. Das Ehepaar und ihr unverwüstlicher Gefährte überstanden eisige Temperaturen, sie durchquerten Wüsten und erklommen atemberaubende Bergpässe. In Au berichten sie von ihren Erfahrungen, den Herausforderungen und Schwierigkeiten.

Ihre Erlebnisse hat Conny Klinger auch in ihrem Reiseblog https://sind-irgendwo-bis-irgendwann.blogspot.com festgehalten.

© SZ vom 07.01.2019 / sz
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