Nach Vollbremsung auf der A92 beim Münchner FlughafenFünf Autos krachen ineinander

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Die Polizei Dachau sucht nach Zeugen, die den Unfall in Petershausen beobachtet haben.
Die Polizei Dachau sucht nach Zeugen, die den Unfall in Petershausen beobachtet haben. (Foto: Carsten Rehder/dpa)

45-jährige Unfallverursacherin flüchtet, wird aber wenig später geschnappt. Bergungsarbeiten dauern zwei Stunden.

Eine 45-jährige Autofahrerin aus München hat am Freitagnachmittag mit einer unvermittelten Vollbremsung auf der A92 nahe dem Münchner Flughafen erst ein veritables Chaos angerichtet und sich dann aus dem Staub gemacht. Weit ist sie allerdings nicht gekommen.

Die Frau war gegen 15 Uhr mit ihrem Kleinbus auf der A 92 in Richtung Deggendorf unterwegs gewesen und hatte auf Höhe des Autobahndreiecks München-Flughafen nach Angaben von mehreren Zeugen wohl die gewünschte Ausfahrt verpasst. Sie bremste auf dem linken Fahrstreifen nahezu bis zum Stillstand ab und zog dann über zwei Fahrstreifen und eine Sperrfläche nach rechts, um ihre Fahrt Richtung Flughafen fortzusetzen, wie es im Polizeibericht heißt. Durch das abrupte Bremsmanöver konnten vier Autofahrer, die hinter ihr ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen fuhren, ihrerseits nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallten auf einen weiteren Wagen, der gerade noch rechtzeitig hatte anhalten können.

Dem Polizeibericht zufolge fuhr die 45-Jährige nach ihrem Bremsmanöver weiter in Richtung Flughafen, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Lang währte die Flucht allerdings nicht: Durch eine schnell eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenbesatzungen der Verkehrspolizei Freising wurde der Wagen der Frau kurze Zeit später im Bereich des Münchner Flughafens gefunden, die Fahrerin wurde ermittelt. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsunfallflucht eingeleitet.

Durch die Bergungsarbeiten, bei denen der linke Fahrstreifen für etwa zwei Stunden gesperrt war, kam es auf der A 92 im Berufsverkehr zu größeren Verzögerungen. Verletzt wurde niemand, die Unfallfahrzeuge mussten jedoch samt und sonders abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro. Die Verkehrspolizei Freising sucht nun noch mögliche Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und Angaben zu dessen Hergang machen können (08161/9520).

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