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Umsatzeinbrüche:Krones plant Stellenabbau

Werk Steinecker ist 2021 nach Firmenangaben nicht betroffen

Der Getränkeanlagenhersteller Krones plant 2021, weitere 350 Stellen abzubauen. Das Werk Steinecker ist davon nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Anfang Oktober hatte Krones bereits ein Freiwilligenprogramm aufgelegt, mit dem Ziel 500 Stellen zu streichen. Das ist nicht ganz gelungen, immerhin 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber haben das Angebot angenommen. Die fehlenden 100 sollen nun 2021 folgen. Darüber hinaus sei bei den Jahresplanungen für 2021 und 2022 "mittlerweile deutlich geworden, dass weitere 250 Stellen abgebaut werden müssen, um dem realistisch zu erwartenden Umsatzniveau für 2022 gerecht zu werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. "Somit ergibt sich aus heutiger Sicht ein zusätzlicher Abbau von 350 Stellen in 2021." Im kommenden Jahr ist deshalb ein weiteres Freiwilligenprogramm geplant. Dieses werde "gezielt auf Bereiche ausgerollt", die weitere Anpassungen benötigten. Sollten sich nicht genügend Mitarbeiter darauf einlassen, stehen laut Krones betriebsbedingte Kündigungen an.

Der Auftragseingang, der aus Nachholeffekten des ersten Halbjahres 2020 resultiere, sei zwar gestiegen. Es sei aber abzusehen, dass sich die Auslastung Mitte 2021 "wieder auf einem niedrigeren Niveau einpendeln wird", heißt es in der Mitteilung weiter. Eine weitere Reduzierung des Personals sei voraussichtlich nicht notwendig. Mittelfristig rechne das Unternehmen mit einer Stabilisierung der Märkte, allerdings auf einem Niveau, das deutlich unter dem von 2019 liegen werde.

Durch das Freiwilligenprogramm 2020 wird sich auch der Personalstand im Werk Steinecker reduzieren. Wie viele Stellen dort betroffen sind, dazu machte Krones noch keine Angaben. Weitere Streichungen aber seien am Standort Attaching nicht geplant.

© SZ vom 05.12.2020 / psc
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