U-18-Wahl in Freising und ErdingJunge Wähler wandern von Grün zu Schwarz

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Das U-18-Wahlbüro im „Vis a Vis“ in Freising.
Das U-18-Wahlbüro im „Vis a Vis“ in Freising. Marco Einfeldt/Marco Einfeldt

Vom 7. Februar bis zum 14. Februar konnten junge Menschen unter 18 ihre Stimme für die Bundestagswahl abgeben. Das sind die Ergebnisse in Freising und Erding-Ebersberg.

Von Antonia Grabowski

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Junge Menschen sind die Zukunft unseres Landes. Einen Wählerauftrag vergeben Sie mit ihrer Stimme bei der Bundestagswahl jedoch erst ab 18. Bei einer Testwahl gaben 166 443 Menschen unter 18 Jahren ihre Stimme ab.

Im Wahlkreis Freising schritten 695 Jugendliche zur Wahlurne. „Diese positive Resonanz ist ein deutliches Zeichen, dass sich die Jugend einbringen und gehört werden will“, sagt Martha Klingel vom Kreisjugendring Freising. Der Bayrische Jugendring fordert zur Bundestagswahl und zur Europawahl das Wahlalter auf 14 abzusenken.

Während die Wähler von morgen bundesweit deutlich links wählen, ist die CSU in Bayern mit 21,19 Prozent stärkste Kraft. In Freising wählen 19,08 Prozent CSU, knapp gefolgt von der SPD mit 18,49 Prozent. Die Linke vereint 16,12 Prozent der Stimmen auf sich. Danach folgen die Grünen mit 11,69 Prozent. 14,05 Prozent stimmen für die AfD. Bayernweit ist die rechte Partei mit 17,61 Prozent zweitstärkste Kraft.

Unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen FDP (4.44), Tierschutzpartei (3.25), BSW (2.66), Volt (2.51), Freie Wähler (2.07), Die PARTEI (1.92) und dieBasis (1.33). Neben öffentlichen Wahllokalen wie dem Jugendzentrum Vis-a-Vis, nahmen auch Schülerinnen und Schüler in der Georg-Hummel-Schule Moosburg und der Mittelschule Halbergmoos teil. Zur Bundestagswahl 2021 lagen die Grünen bei den unter 18-Jährigen klar vorn. Mit 2,64 Prozent erhielt die AfD vor vier Jahren kaum Stimmen.

Das Zweitstimmenergebnis aus Freising
Das Zweitstimmenergebnis aus Freising Deutscher Bundesjugendring

Im Wahlkreis Erding-Ebersberg haben 1561 Jugendliche an der U18-Wahl teilgenommen. Die CSU steht hier bei 30,5 Prozent und ist somit stärkste Kraft. Danach folgt die SPD mit 17,19 Prozent. Grüne erhielten 13,77 Prozent. Etwas weniger Jugendliche stimmten mit 9,62 Prozent für die AfD. FDP (4.22), Tierschutzpartei (4.22), Volt (3.36), Freie Wähler (2.57), das BSW (2.5) und Die Partei (1.38) blieben unter fünf Prozent. Im Landkreis Erding konnten unter 18-Jährige in fünf Wahllokalen ihre Stimme abgeben.

In beiden Wahlkreisen zeigt die Wahl von Jugendlichen, dass sie gar nicht so stark von der Wahl der Erwachsenen abweicht, glaubt man den Prognosen der letzten Tage. „Für die anstehende Wahl sollten die Ergebnisse als ein Statement der Kinder und Jugendlichen an die Politik gesehen werden“, sagt Sabine Wendt, Vorsitzende des Kreisjugendrings Erding.

Die Politik müsse sich nun damit auseinandersetzen, wieso die Jugendlichen so gewählt haben. Das Ergebnis zeige auch, dass sie, entgegen der häufig medial verbreiteten Meinung, nicht politikverdrossen sind und durchaus eine Meinung haben und für diese einstehen wollen. Organisiert hatten die Wahl in den Bezirken Helferinnen und Helfer aus den Kreisjugendringen Erding, Freising und Ebersberg. Sie sorgten dafür, dass Wahllokale mit Urnen, Stimmzetteln und Helfern ausgestattet sind.

In Wahlkreis Erding-Ebersberg zeichnet sich bundesweit ein linker Trend ab

Abweichend von den Zahlen in Freising und Erding-Ebersberg zeichnet sich bundesweit ein linker Trend ab. So erhält Die Linke als stärkste Kraft 20,84 Prozent. In Bayern steht sie mit 16,8 Prozent auf Platz drei. Die SPD vereint 17,92 Prozent der Stimmen auf sich, CDU/CSU 15,74 Prozent. Darauf folgt die AfD mit 15,45 Prozent. Dahinter landeten Grüne mit 12,51 Prozent. FDP, Tierschutzpartei, BSW knackten die fünf Prozent nicht. In Bayern und Baden-Württemberg sind CDU/CSU unter jungen Menschen stärkste Kraft.

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