Trinkwasser:Gebühren bleiben stabil

Lesezeit: 2 min

Zweckverband Freising-Süd plant auch nach neuer Kalkulation keine Erhöhung in den kommenden vier Jahren

Die gute Nachricht ist eine Art vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Das Trinkwasser im südlichen Landkreis wird auch 2021 nicht teurer. Der Kubikmeter ist weiterhin für 84 Cent zu haben. Dieser Betrag steht bereits seit 2009. Die Grundgebühr beträgt auch künftig 4,50 Euro pro Monat. Die Preise ermittelt der Wasserzweckverband Freising-Süd immer über eine Gebührenkalkulation. Weil diese nur noch bis Ende 2020 galt, wurde neu gerechnet "mit dem Ergebnis, dass die Wassergebühren für die nächsten vier Jahre konstant gehalten werden können", wie in der jüngsten Verbandsversammlung mitgeteilt wurde.

Zweckverband versorgt mehr als 15 000 Gebäude in den Gemeinden Neufahrn, Eching, Fahrenzhausen, Hallbergmoos-Goldach, Hohenkammer, Kirchdorf, Kranzberg und teilweise auch im Freisinger Stadtgebiet sowie in Haimhausen, Petershausen, Vierkirchen (alle Landkreis Dachau) und Oberding (Landkreis Erding).

2020 hat der Verband 5,05 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gefördert. Im Vorjahr waren es 5,3 Millionen. Außerdem wurden wieder 3,5 Millionen Kubikmeter "Nichttrinkwasser" als Kühlwasser an die TU in Garching - etwa für das Leibniz-Rechenzentrum - verkauft. Weil der Verband das Wasser auf dem Weg zum Verbraucher mindestens zweimal umpumpt und Maschinenhäuser, Hochbehälter sowie Drucksteigerungsanlagen betreibt, wurden auch heuer 4,3 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. 700 000 Euro hat das gekostet. Bei der Stromsteuer wird es aber wieder eine Rückerstattung von 65 000 Euro geben. Die notwendige Voraussetzung erfüllt der Verband, weil er ein Zertifikat für die erfolgreiche Einführung und Anwendung eines Energiemanagementsystems hat. Damit wird Verbesserungspotenzial systematisch analysiert", wie es heißt. Geld sparen will der Verband aber auch mit einem neuen Stromversorger, der einen günstigeren Preis bietet.

Zu den Baumaßnahmen im vergangenen Jahr gehörten die Filterkesselsanierung im Neufahrner Wasserwerk und der Einbau neuer Reinwasserpumpen im Wasserwerk Hallbergmoos. In mehreren Baugebieten - etwa an der Trentiner Straße in Neufahrn, östlich der Böhmerwaldstraße in Eching und am Mittermeierweg/Weidenweg in Hallbergmoos - wurden Hauptwasserleitungen verlegt. Rund 1,6 Millionen Euro hat der Verband in die Erweiterung und Sanierung des Rohrnetzes investiert. 162 Gebäude wurden neu angeschlossen. Rund 100 Mal mussten die Mitarbeiter Schäden, durch die im Leitungsnetz Wasser austrat, reparieren. Rund 2200 Wasserzähler wurden ausgewechselt.

Insgesamt umfasst das Personal des Verbands derzeit neben der Geschäfts- und Werkleitung weitere sieben Verwaltungs- und sieben technische Angestellte, drei Auszubildende sowie 23 technische Mitarbeiter wie etwa die Wasserwarte. Viele sind schon seit Jahrzehnten dabei. "Spitzenreiterin" bei den Jubilaren ist heuer Edelgard Hörl, die seit 40 Jahren für den Zweckverband tätig ist.

Im neuen Jahr wird der Verband einen der Brunnen in Neufahrn sanieren und einen weiteren Brunnenschacht anlegen. Rund 1,6 Millionen Euro werden investiert. Die Verbandsversammlung hat in der letzten Sitzung 2020 grünes Licht gegeben, so dass nach dem Jahreswechsel die Ausschreibungen gemacht werden können. In Angriff genommen werden die Maßnahmen dann voraussichtlich Ende 2021.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema