Hohenkammer:Aujeszkysche Krankheit bei Wildschwein nachgewiesen

Hohenkammer: Ein Wildschwein, aufgenommen im Ebersberger Forst an der Hohenlindener Sauschütt. In dem Archivbild legt sich ein Keiler zur Ruhe.

Ein Wildschwein, aufgenommen im Ebersberger Forst an der Hohenlindener Sauschütt. In dem Archivbild legt sich ein Keiler zur Ruhe.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Für Menschen ist eine Infektion ungefährlich, für Hunde und Katzen kann sie tödlich enden

Bei einem jüngst bei Hohenkammer erlegten Wildschwein ist die Aujeszkysche Krankheit (AK) nachgewiesen worden. Das meldet das Freisinger Landratsamt in einer Presseerklärung. AK sei für eine Vielzahl an Säugetieren hochansteckend. Lediglich Pferde und Primaten würden als resistent gelten. Bei Wiederkäuern, Hunden und Katzen verläuft eine Infektion immer tödlich. Ein Kontakt zu Wildschweinen und die Verfütterung von rohem Fleisch oder Innereien von Haus- und Wildschweinen an Hunde und Katzen sollte daher strikt vermieden werden. Eine Impfung gebe es nicht. Für Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich.

Obwohl die Aujeszkysche Krankheit (AK) durch ein nationales Bekämpfungsprogramm in der Hausschweinepopulation habe getilgt werden können und Deutschland seit 2003 offiziell als frei von AK gelte, komme das verursachende Suide Herpesvirus 1 (PrV) weiterhin in Schwarzwildbeständen vor. Für Haus- und Wildschweine würden stichprobenmäßige Monitoring-Untersuchungen durchgeführt, so das Landratsamt.

Während sich die Krankheitssymptome bei Schweinen unterscheiden würden, sei bei anderen Tierarten akuter Juckreiz das charakteristischste Symptom, wobei die Krankheit bei diesen Tieren Tollwut-ähnlich verlaufen könne und innerhalb weniger Stunden bis Tage zum Tod führe. Um eine Einschleppung des AK-Virus in Hausschweinebestände zu verhindern, müsse darum jeglicher direkte und indirekte Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen vermieden werden.

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