SZ-Adventskalender startetSchnelle Hilfe in der Coronakrise

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Das Hilfswerk der Süddeutschen Zeitung hat im vergangenen Jahr wieder vielen Menschen in Notlagen geholfen. 2020 haben mehr als 25 000 SZ-Leser gut 7,7 Millionen Euro gespendet.

Von Gudrun Regelein, Freising

Sie habe sich wie ein Schnitzel gefreut, als das Geld kam, erzählte Cornelia A. der Süddeutschen Zeitung. Die 59-Jährige ließ damals als erstes ihr E-Bike reparieren, auf das sie angewiesen ist. Frau A. leidet an einer schweren Lungenerkrankung und kann - gerade in Zeiten von Corona - die öffentlichen Verkehrsmittel nicht benutzen. Außerdem konnte sie dank der Spende vom "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung" endlich einen Ersatz für ihre kaputt gegangene Waschmaschine beschaffen. "Ich bin so glücklich, wenigstens sind diese Probleme vom Tisch."

Das ist nur ein Beispiel unter sehr vielen, wie der "Adventskalender für gute Werke" im vergangenen Jahr helfen konnte. Noch viele andere hilfsbedürftige Menschen wurden dank der großzügigen Spenden der SZ-Leser in einer Notlage unterstützt. Im vergangenen Jahr war trotz der Corona-Krise die Hilfsbereitschaft wieder sehr groß: Mehr als 25 000 Leser der Süddeutschen Zeitung spendeten insgesamt 7 748 989,23 Euro. Für diese Unterstützung in Notlagen ist der Dank groß. Auch im Landkreis Freising konnten mit den Spenden der Leser viele notleidende, kranke und behinderte Menschen und karitative Projekte unterstützt werden. So konnte sich eine vierfache, alleinerziehende Mutter, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, endlich ein behindertengerechtes Auto kaufen. Winterbekleidung für eine Familie in Not, eine neue Matratze für eine Rentnerin: oft sind es nur vermeintliche Kleinigkeiten, die sich viele Menschen aber nicht leisten können.

Auch das Frauenhaus Freising der Diakonie wurde unterstützt. "Die meisten Frauen haben, abgesehen davon, was sie in das Frauenhaus mitgebracht haben, nichts mehr für den Start in ihr neues Leben", berichtet Beate Drobniak, Leiterin der Diakonie Freising. Das Jobcenter zahle zwar etwas für die Erstausstattung einer neuen Wohnung, aber das decke bei weitem nicht den Bedarf. Auch hier sprang der Adventskalender ein: "Ohne Spenden ginge es nicht", betont Beate Drobniak.

Der "Adventskalender für gute Werke" hilft zwar das ganze Jahr über vielen bedürftigen Menschen, die Spenden aber gehen vor allem in der Weihnachtszeit ein. Im Vorjahr lag der Fokus auf Kinder aus armen Familien, die durch die Corona-Krise besonders stark betroffen waren, auf alten Menschen und Menschen mit einer Behinderung, die dadurch isoliert wurden. Beleuchtet wurde auch, wie durch die Krise die Wohnungsprobleme noch einmal verschärft wurden.

In der nun startenden 73. Aktion geht es darum, wie Kinder aus armen Familien wieder bessere Chancen bekommen können, wie Menschen mit Migrationshintergrund bei der Integration unterstützt werden können, wie Eltern neue Kraft gegeben wird - und wie Senioren und Menschen mit Behinderung aus der Isolation geholt werden können. Auch hier will der "Adventskalender für gute Werke" wieder helfen. "Für uns ist der Adventskalender eine große Hilfe", sagt Markus Mehner, Leiter der Sozialen Beratung der Caritas Freising. Durch die Corona-Krise habe es viele Klienten in der Sozialen Beratung gegeben, die ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit gehen mussten, bei vielen reiche das Geld nicht mehr aus. Auch die Zahl der Klienten in der Schuldnerberatung sei gestiegen.

Mit Spendengeld aus dem Adventskalender könne die Caritas einiges abfedern. "Wir können damit eine schnelle, unbürokratische Hilfe leisten, das bietet vielen eine neue Perspektive", sagt Mehner. Nun startet die 73. Aktion des Adventskalenders - und auch für diese bittet die Süddeutsche Zeitung ihre Leser wieder um zahlreiche Spenden.

(Foto: SZ)
© SZ vom 20.11.2021 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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