Studieren in Freising:Impfen auf dem Campus

Studierende kehren in die Hörsäle der TU München zu Präsenzlehrveranstaltungen zurück

Von Petra Schnirch, Freising

Die Studierenden der TU München (TUM) sind nun ebenfalls auf den Campus in Weihenstephan zurückgekehrt. Die Vorlesungszeit beginnt in der Regel zwei Wochen später als an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Darunter sind viele neue Gesichter, etwa 790 junge Leute beginnen ein Bachelor-Studium an der TUM, zwölf haben sich für den Diplom-Braumeister eingeschrieben. Diese Zahlen - sie können noch etwas variieren - entsprechen in etwa denen des Vorjahrs. Für Master-Studiengänge haben sich bisher 420 Studierende immatrikuliert, vor einem Jahr waren es 490.

Nach der langen Corona-Pause finden die meisten Lehrveranstaltungen wieder in Präsenzform statt, vor allem praktische Übungen oder Projektarbeit in Teams. Gleichzeitig werde die TUM "die Stärken digitaler Lehre sinnvoll einsetzen", sagt Pressesprecher Klaus Becker. Die Studierenden könnten sich geeignete Lerninhalte, beispielsweise aus Vorlesungen, "orts- und zeitunabhängig aneignen, sodass am Campus wertvolle Zeit für gemeinsame Arbeit und Vertiefung gewonnen wird". In den Gebäuden gilt die 3-G-Regel, wer sich noch impfen lassen will, hat dazu am Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Oktober, Gelegenheit. Der Impfbus des BRK wird dann von 9 bis 11.45 Uhr sowie von 12.30 bis 15.30 Uhr vor der Mensa stehen - das Angebot gilt nicht nur für Studierende. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitgebracht werden sollte ein Personalausweis oder Reisepass.

Absoluter Renner ist auch in diesem Wintersemester der Master-Studiengang "Sustainable Resource Management" mit 910 Bewerbungen, dafür eingeschrieben sind bisher 110 Studierende. Auch der Master "Nutrition and Biomedicine" stößt auf großes Interesse mit 320 Bewerbungen, 55 Studierende sind bisher immatrikuliert.

Bei den Bachelor-Studiengängen ist wie schon in den Vorjahren "Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement" sehr gefragt mit 410 Bewerbungen und bisher rund 180 Einschreibungen, außerdem "Molekulare Biotechnologie (400 Bewerbungen, 110 Anmeldungen), Life Sciences Ernährungswissenschaft (400/60) und Life Sciences Biologie (370/120).

Die Begrüßungsveranstaltungen, beispielsweise für Studierende aus dem Ausland, fanden bereits in der vergangenen Woche vor Ort statt und wurden per Live-Stream übertragen. Campusrundgänge werden in Kleingruppen angeboten, Bibliotheks- und IT-Einführungen virtuell. Zum Semesterstart zählt die TU München in Weihenstephan insgesamt 5100 Studierende, das sind etwa 200 mehr als vor einem Jahr.

Neu ist im Wintersemester, dass der Master Biologie erstmals auch auf Englisch zum Programm gehört, damit sind es nun vier englischsprachige Studiengänge an der TUM School of Life Sciences, wie das Wissenschaftszentrum Weihenstephan inzwischen heißt. Ein neues Gesicht im Kreis der Professoren gibt es zum Wintersemester diesmal keines, Mathias Wilhelm hat bereits im März die Professur "Computational Mass Spectrometry" übernommen.

Gebaut wird an der TUM eigentlich immer. Mehrere Projekte sind derzeit in Arbeit oder in Planung. Bereits fertig ist das Studi-TUM am Weihenstephaner Berg. Es konnte im Juli endlich eröffnet werden, nachdem es zunächst zu Verzögerungen kam und dann die Pandemie dazwischen funkte. Die Studierenden können sich in der ehemaligen Versuchsbrennerei zum Lernen treffen, üben oder sich dort ausruhen.

Das neue Servicegebäude mit einem zusätzlichen gastronomischen Angebot steht aktuell kurz vor seiner Fertigstellung, außerdem wird eine Lagerhalle, auch als "Franzosenstadl" bekannt, gerade zu einer Bäckereifiliale umgebaut, auch ein Sparkassenautomat wird dort aufgestellt. Die Eröffnung ist für kommendes Frühjahr geplant. Abgeschlossen ist die Sanierung des Zentralen Hörsaalgebäudes, was noch fehlt, ist der dort vorgesehene Personenaufzug. Derzeit läuft der Umbau des Lebensmitteltechnikums, das künftig technische Möglichkeiten sowie die Werkstattinfrastruktur sowohl für Start-ups als auch für Forschung und Lehre zur Verfügung stellen soll.

Zwei große Vorhaben sind darüber hinaus in Planung: Das ist zum einem das Zentrum für Integrierte Infektionsprävention in Weihenstephan, zum anderen der Neubau für die Versuchstierhaltung in Thalhausen. An den Plänen für Thalhausen arbeiten TU München und Staatliches Bauamt laut Becker "auf Hochtouren". Baubeginn wird voraussichtlich Anfang 2023 sein.

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