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Störungen im Busverkehr Freising:Busfahrer streiken

Auch Freising ist betroffen, ausgenommen der Schülerverkehr

An diesem Montag gibt es wieder Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr, auch Freising ist nach Gewerkschaftsangaben im Zeitraum von 4 bis 16 Uhr davon betroffen. Vom Streik ausgenommen ist der Schülerverkehr. Auch nach vier Streiktagen habe man von den Arbeitgebern kein Angebot vorgelegt bekommen, kritisiert Silke Vorpahl, Verdi-Verhandlungsführerin für den Bereich privates Omnibusgewerbe in Bayern. "Das ist eine klare Kampfansage von den Arbeitgebern." Um den bestehenden Fahrermangel zu beheben, müsse der Beruf wieder attraktiv werden. "Dafür werden wir kämpfen und deshalb streiken wir für unsere Forderungen", so Vorpahl in einer Pressemitteilung.

Gestreikt wird an zwei Tagen, Freising ist gleich am Montag an der Reihe. Die Busfahrer leisten laut Verdi "einen ungemein wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und sind dabei immer wieder Anfeindungen ausgesetzt". Bereits vor Corona habe es einen Fahrermangel gegeben, "durch die immer lauter werdenden Rufe nach mehr Schulbussen" werde er sich weiter verschärfen. Nur durch eine Aufwertung des Berufs könne gewährleistet werden, "dass die Schulbusse auch vom Betriebshof runtergefahren werden", betont Vorpahl.

An die Adresse der Arbeitgeber gerichtet, sagt sie: Weitere Streiks könnten durch ein "ordentliches Angebot" verhindert werden. Bis jetzt biete der Arbeitgeberverbands der bayerischen Omnibusunternehmen nur einen zweiten Verhandlungstermin im Januar 2021 an. "Übersetzt heißt das: Sie bieten nichts", moniert Vorpahl. Im Hinblick auf die Tarifabschlüsse in Rheinland-Pfalz und Nord und den bestehenden Fahrermangel sei dies unverständlich. Viele Ersatzbusse könnten nicht fahren, weil es an Fahrern fehlt.

© SZ vom 26.10.2020 / psc

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