Vielen ist Stephan Griebel durch seine jahrelange Arbeit in der Flüchtlingshilfe und als Vorsitzender des Helferkreises in Zolling bekannt. Zudem ist er in seiner Heimatgemeinde Chef der Unabhängigen Bürger Zolling. Das politische Engagement will er nun ausbauen – für die Grünen: Der Kreisverband nominierte ihn einstimmig als seinen Landratskandidaten. Als die beiden Vorsitzenden auf ihn zugekommen seien, habe ihn der Gedanke, sich für dieses Amt zu bewerben, „elektrisiert“, sagte der 57-Jährige bei seiner Vorstellung.
Der gebürtige Unterfranke lebt seit 28 Jahren im Landkreis Freising, zunächst in Haag, dann in Zolling. Der Vater von drei Söhnen arbeitet bei Texas Instruments und ist dort für die Entwicklung der Bildungsprodukte für Europa zuständig. Er kenne die „Welt der Wirtschaft bestens“, sagte der Neufahrner Bürgermeister Franz Heilmeier während der Versammlung.
Neben dem Widerstand gegen den Bau einer dritten Startbahn möchte Griebel die Probleme des Landkreis-Haushalts angehen – die finanzielle Lage ist derzeit alles andere als rosig. Außerdem stört er sich daran, dass Projekte nur „schleppend“ umgesetzt würden, das möchte er ändern. Weitere Punkte auf seiner Agenda sind die Verbesserung der Mobilität auf dem Land und der Klimaschutz mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien.

