In einer Asylbewerberunterkunft in der Gemeinde Eching sind zahlreiche Coronafälle aufgetreten. Insgesamt 30 der knapp 190 Bewohnerinnen und Bewohner seien positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Freisinger Landratsamt in einer Presseerklärung. Bereits am Freitag waren sieben Personen betroffen gewesen, eine Reihentestung am Wochenende hat nun weitere 23 positive Tests bei den Bewohnern ergeben.
Sicherheitshalber hatte die Asylverwaltung am Landratsamt Freising in Absprache mit dem Gesundheitsamt und dem Katastrophenschutz dafür gesorgt, dass Schul- und Kindergartenkinder bereits am Montag zuhause geblieben sind. Ein Sicherheitsdienst wird nun eine Ein- und Ausgangskontrolle durchführen, um vor allem die vom Gesundheitsamt Freising angeordnete Isolation positiv getesteter Personen beziehungsweise die Quarantäne enger Kontaktpersonen überwachen zu können. Eine Quarantäneanordnung für die gesamte Unterkunft gibt es derzeit nicht. Eine weitere Reihentestung ist für diesen Dienstag, 25. Januar, geplant. Danach sollen weitere Maßnahmen seitens des Landratsamts folgen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Freising ist unterdessen mittlerweile deutlich über der Marke von 1000 gestiegen. Am Montag wurde sie vom Freisinger Landratsamt mit 1287,2 angegeben (Quelle: RKI; Stand: 24. Januar). Im Landkreis Freising sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 20 827 Personen (Quelle: RKI; Stand 24. Januar) positiv auf das Coronavirus getestet worden. 179 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Im Klinikum Freising werden aktuell zehn Coronafälle versorgt, einer davon auf der Intensivstation (Stand: 24. Januar).
Insgesamt 3036 Menschen, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, befinden sich im Landkreis Freising aktuell in Quarantäne, die meisten von ihnen in der Stadt Freising mit 873 Personen, gefolgt von Neufahrn mit 355, Eching mit 302, Moosburg mit 268, Hallbergmoos mit 230 und Allershausen mit 141.