Mahnwache in FreisingProtest unter dem Damoklesschwert

Ein silbernes Damoklesschwert lassen die Startbahngegner symbolisch über ihrer Mahnwache am Freisinger Marienplatz schweben.
Ein silbernes Damoklesschwert lassen die Startbahngegner symbolisch über ihrer Mahnwache am Freisinger Marienplatz schweben. Marco Einfeldt

Seit 20 Jahren verhindert das Aktionsbündnis „Aufgemuckt“ den weiteren Ausbau des Münchner Flughafens. Und der Widerstand geht weiter, wie eine Demonstration in Freising am Sonntag zeigt.

Ein kleines Jubiläum haben die Startbahngegner des Aktionsbündnisses „Aufgemuckt“ am Sonntag auf dem Freisinger Marienplatz begangen: Vor 20 Jahren, am 26. Juli 2005, hatte der Aufsichtsrat der Flughafen München GmbH (FMG) beschlossen, das Raumordnungsverfahren für eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen einzuleiten. Gebaut ist sie bis heute nicht, unter anderem verhindert durch einen Bürgerentscheid der Münchner und ein Moratorium der Staatsregierung.

„Gefeiert“ wurde das mit einer Mahnwache und der Ankündigung, sich weiter zur Wehr zu setzen. Denn die Flughafenbetreiber versuchen aktuell, über einen Feststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern ein Ende der Planung zu verhindern. Die Startbahngegner haben dagegen geklagt und erwarten das Urteil in den kommenden Tagen. Das Damoklesschwert des Flughafenausbaus schwebe also weiter über der Region, kritisierten die Redner.

Freisings parteifreier Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher lobte bei der Gelegenheit, dass der Widerstand gegen die Startbahn in all den Jahren immer ordnungsgemäß abgelaufen sei. Man stehe objektiv auf der richtigen Seite, sagte er und ergänzte mit Blick auf die fünf Störche, die zu Beginn der Veranstaltung eingeflogen waren, um sich auf dem Kirchdach niederzulassen: „Das sind die Einzigen, die bei uns starten und landen dürfen.“

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