Start-up "Djoon":Die wahrscheinlich gesündeste Praline

Dattelpralinen

Gefüllte Datteln mit Schokolade ummantelt, alles handgemacht und vor allem gesund. Das Freisinger Start-up-Unternehmen "Djoon" stellt besondere Pralinen her und macht bereits Pläne für einige andere Produkte.

(Foto: Privat)

Die Freisinger Start-up-Firma "Djoon" stellt Leckereien aus Datteln her. Um weiter zu wachsen, sucht man Partner und zusätzliches Personal. Dabei soll auch der in Freising stattfindende "Food Startup Campus" dienen

Von Marie Schlicht

Gesunde Süßigkeiten hören sich zunächst nach einem Widerspruch an. Martin Grellner beweist mit seinem Start-up "Djoon" jedoch das Gegenteil: Süß-schmeckende, bio-zertifizierte, vegane Pralinen ohne Zuckerzusatz. Datteln seien dabei das Geheimnis: "Bevor ich mein Start-up gegründet habe, war ich beruflich oft in Katar", erzählt Grellner. "Dort wurden mir ständig Datteln angeboten. Da ich diese nur aus Deutschland kannte, habe ich beim Probieren nicht viel erwartet - doch es war eine regelrechte Geschmacksexplosion."

Zurück in Deutschland hat ihn die Geschäftsidee, Datteln als Pralinen herzustellen, nicht mehr losgelassen. Im vergangenen Herbst hat er schließlich angefangen, die Idee zu konkretisieren: Gefüllte Datteln mit Schokolade ummantelt, alles handgemacht. "Die ersten Versuche waren noch recht holprig. Ich habe jedoch mit Konditoren und anderen Expertinnen und Experten gesprochen und nach und nach entstand das fertige Produkt." Mittlerweile sind die vier unterschiedlichen Pralinensorten perfektioniert: Jede ist aus höchstens fünf Zutaten hergestellt, alles kommt aus erlesenem Anbau.

Produziert werden die Dattelpralinen von Grellner und den anderen drei Gründerinnen und Gründern selbst. Durch die Unterstützung der Hochschule Weihenstephan (HWST) und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium werden dem Team kostengünstige Produktions- und Lagerräume direkt in Freising zur Verfügung gestellt. Die Räume seien ideal, denn das Startup ist bereits zu groß für die Produktion in der eigenen Küche, jedoch noch zu klein für eigene Produktionshallen, berichtet Grellner. Dies könnte sich in Zukunft jedoch ändern: Für das anstehende Weihnachtsgeschäft, auf das sich das Team schon jetzt vorbereitet, liegt die Verkaufsprognose bei rund 60 000 Pralinenschachteln. Gleichzeitig denkt man auch bereits über neue Variationen oder Produkte nach, zum Beispiel vegane Aufstriche. Damit das Unternehmen weiter wachsen kann, braucht es jedoch dringend noch zusätzliches Personal.

Neben dem Personalstamm soll sich auch das Netzwerk der kleinen Firma vergrößern. Unter anderem dafür nutzt "Djoon" den am 30. September stattfindenden "Food Startup Campus" an der HWST. Die Veranstaltung wird gemeinsam von "StartinFOOD", dem "Drink Innovation Campus" und dem "Food Startup Inkubator Weihenstephan" organisiert und soll auch die Aufmerksamkeit möglicher Investoren auf die Aussteller richten. Acht Food-Startups treten dort bei einer Verkostung gegeneinander an. "Neben dem Netzwerken wären ein paar Preise natürlich aber auch nicht schlecht" sagt Grellner schmunzelnd.

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